Nächster Eintracht-Sieg – Otto und Wiebe drehen Spiel

Düsseldorf.  Eintrachts Höhenflug geht weiter. Gegen den KFC Uerdingen gewannen die Drittliga-Fußballer in Unterzahl mit 2:1 und verteidigen die Tabellenführung.

Yari Otto hat mit seinem Tor den Siegeszug von Eintracht Braunschweig eingeläutet.

Yari Otto hat mit seinem Tor den Siegeszug von Eintracht Braunschweig eingeläutet.

Foto: via www.imago-images.de / imago images / MaBoSport

Es sah schon nach einem gebrauchten Tag für die Löwen aus. In der ersten Hälfte war die Eintracht in der Düsseldorfer Arena, wo die Uerdinger in dieser Saison ihre Heimspiele austragen, die bessere Mannschaft und hatte gute Chancen, um in Führung zu gehen. Es fehlte aber die Präzision im Abschluss. Das rächte sich nach der Pause zunächst bitter, als erst Assani Lukimya per Kopf ins Braunschweiger Tor traf (53.) und wenig später Marc Pfitzner nach einem Foul die rote Karte sah (60.). Doch als alles auf eine Niederlage hindeute, schlug erst der kurz zuvor eingewechselte Yari Otto zu und traf zum 1:1 (72.). Wenig später drehte Danilo Wiebe die Partie komplett, als einen Fernschuss zum 2:1-Siegtreffer für die Eintracht ins Tor unterbrachte (82.). Damit verteidigen die Braunschweiger dank einer starken Moral die Tabellenführung in der 3. Liga.

Positive Vorzeichen

Die Vorzeichen waren positiv für die Blau-Gelben gewesen. Trainer Christian Flüthmann konnte gegen Uerdingen das bewährte Personal der jüngsten Erfolge setzen. Nur Leandro Putaro musste kurzfristig passen. Der Offensivspieler fiel wegen eines grippalen Infekts aus. Ansonsten standen alle Spieler bereit, die zuletzt zwei Siege in Folge einfahren hatten. Deshalb konnte Eintracht mit der gleichen Elf wie im Heimspiel gegen Würzburg beginnen. Auch taktisch änderte Flüthmann nichts. Die Löwen agierten wie gewohnt in einem 4-2-3-1-System und knüpften darin spielerisch an die vergangenen Auftritte an.

Allerdings fehlten den Blau-Gelben in der ersten Hälfte die letzten Prozente Einsatz, um die Gastgeber wirklich ins Wanken zu bringen. Eintracht war die bessere Mannschaft, besaß zwei, drei gute Möglichkeiten und zeigte teilweise schöne Kombinationen. In Strafraumnähe trafen die Braunschweiger allerdings zu oft die falschen Entscheidungen und verpassten im Abschluss den Erfolg um wenige Zentimeter. Martin Kobylanski per Freistoß (10.), Marcel Bär (21.) und zweimal Nick Proschwitz (27., 35.) hätten die Führung erzielen können, scheiterten aber entweder am KFC-Torwart oder verfehlten das Gehäuse knapp. Es fehlte der Eintracht insgesamt der entscheidende Biss. Die Leistung war passabel, doch die Braunschweiger hätten sich auch nicht beschweren können, wenn Boubacar Barry Uerdingen mit einem Volleyschuss in Führung geschossen hätte (39.). Zum Glück für die etwa 1200 Löwen-Fans in Düsseldorf war Torwart Jasmin Fejzic mit einer guten Parade zur Stelle. Zuvor hatte Adriano Grimaldi den Schlussmann schon einmal mit einem Kopfball geprüft (14.). In der zweiten Hälfte mussten die Blau-Gelben eine Schippe drauflegen. Mit Pfitzner für Kapitän Bernd Nehrig kam zumindest ein Akteur, der wie kein Zweiter im Eintracht-Kader für Leidenschaft steht. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass es der KFC war, der in Führung ging. Einen Freistoß von der rechten Seite verlängerte Uerdingens Innenverteidiger Lukimya mit dem Kopf zum 1:0 ins Netz (53.).

Pfitzner sieht die rote Karte

Und es wurde noch schlimmer für Eintracht wie für Pfitzner. Nach einem Tritt im Mittelfeld gegen Selim Gündüz sah der Routinier 15 Minuten nach seiner Einwechslung die rote Karte (60.). Eine harte Entscheidung von Schiedsrichter Florian Badstübner, der sich kurz zuvor bereits den Unmut des Braunschweigers Anhangs zugezogen hatten, weil er Mike Feigenspan einen möglichen Elfmeter verweigerte.

Die Eintracht brauchte etliche Minuten sich von diesen Tiefschlägen zu erholen. Aber dann kam Yari Otto. Erst fünf Minuten zuvor eingewechselt sorgte der Youngster mit einem genauen Abschluss in den Winkel für den Ausgleich (72.). Die Eintracht bewies Moral und legte sogar noch einen Treffer nach. In der 82. Minute fasste sich Wiebe ein Herz und erzielte per Fernschuss das Siegtor. Dass der Ball abgefälscht wurde, war den Braunschweiger Fans dabei völlig egal.

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