MTV-Handballer holen gegen Fredenbeck wichtige Punkte

Braunschweig  Die Braunschweiger Drittliga-Handballer besiegen im Kellerduell Fredenbeck mit 30:23 und klettern auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Tim Alex (Mitte) riss immer wieder Lücken bei Fredenbeck.

Tim Alex (Mitte) riss immer wieder Lücken bei Fredenbeck.

Foto: Peter Sierigk

So entspannt verlief diese Saison noch kein Heimspiel der Drittliga-Handballer des MTV – von Nervosität und dem Umstand gewinnen zu müssen war nichts zu spüren. Mit 30:23 (18:10) fegte die Mannschaft von Trainer Volker Mudrow den früheren Bundesligisten VfL Fredenbeck aus der Halle. Es war der höchste Heimsieg. Durch den Erfolg, den zweiten in der Rückrunde, haben die Gastgeber die Abstiegsränge – zwei Teams müssen runter – wieder verlassen. 1085 Zuschauer in der Sporthalle Alte Waage waren begeister.

Die Entscheidung fiel bereits in den ersten Minuten. Tim Alex setzte sich per Wackler durch, zum 2:0 kullerte der Ball ins freie Tor, Klaas Nikolayzik verwandelte am Kreis ein Anspiel von Philipp Krause, der Kroate Marko Karaula setzte sich im Eins-gegen-Eins durch und wieder traf Alex nach einer Finte zum 5:0 für den MTV.

Über 9:2 ging es bis zur Acht-Tore-Führung zur Halbzeit temporeich weiter. Der VfL kam zwar immer besser ins Spiel, dennoch waren die Braunschweiger nie zu stoppen – denn so gut kombinierten sie im Angriff lange nicht mehr.

In der 36. Minute waren es zehn Tore Unterschied (22:12). Die höchste Führung nach einem Treffer des Linkshänders Sebastian Czok betrug kurz darauf 25:13. „Natürlich sind wir erleichtert. Aber es war nur der notwendige Schritt, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Es geht weiter“, verdeutlicht Mudrow, dass weitere Punkte nötig sein werden. Es habe defensiv und offensiv Vieles geklappt. Infolgedessen fiel das Lob des Coaches wie folgt aus: „Das war eine kompakte Mannschaftsleistung.“ Der MTV genoss jedenfalls den Moment, führte ein Freudentänzchen im Mittelkreis auf.

Den Schlüssel zum Erfolg machte Mudrow an vielen Faktoren fest. Insbesondere am starken Mittelblock um Carl-Philipp Seekamp und Christian Sowa. Sie blockten viele Wurfversuche des VfL. Zwei-Meter-Mann Seekamp eroberte sogar am Boden liegend gegen zwei Fredenbecker einen Ball. Zudem war Schlussmann Ariel Panzer in großartiger Form. Und endlich lief es für die bis dato schwächste Offensive der Liga auch einmal richtig rund im Abschluss. Dort stachen neben dem gewohnt starken Spielmacher Philipp Krause zwei Akteure heraus: Marko Karaula und Tim Alex. Der im Februar nachverpflichtete Kroate bot seine beste Saisonleistung. Alex riss mit Körpertäuschungen große Lücken in die Abwehr der Gäste.

Fredenbecks Trainer Steffen Birkner wurde zwei Tage vor dieser wichtigen Partie beurlaubt. Einen Schub bewirkte das noch nicht. Ihr recht großer Fantross dürfte enttäuscht gewesen sein, feuerte aber fleißig an. Der VfL wirkte harmlos, offenbarte defensiv große Schwächen. Das soll die Leistung des MTV aber keineswegs schmälern.

Durcheinander ging es am Anschreibetisch. Die offizielle Ligastatistik, abgesehen vom Endresultat, ist daher fehlerhaft. Beispiele: Weder führten die Gäste 1:0, noch erzielte Seekamp das 2:1 für den MTV. Ihren zweiten Treffer verbuchten die Fredenbecker nicht zum 2:5, sondern zum 2:8.

Am Gründonnerstag reist der MTV nach Schwerin zum Ex-Verein von Panzer. Dort ist die Mannschaft klarer Außenseiter.

MTV: Panzer 1, Cucuz, Wilken – Krause 8, Karaula 8, Czok 4, Alex 4, Nikolayzik 2, Körner 2, Seekamp 1, Giese, Sowa, Donner, Wolters.

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