Der Druck steigt für die MTV Handballer

Braunschweig  Die Braunschweiger Drittliga-Handballer müssen im Kellerduell gegen Fredenbeck am Samstag unbedingt siegen.

Sebastian Czok und die anderen Angreifer vom MTV müssen öfter treffen als zuletzt.

Sebastian Czok und die anderen Angreifer vom MTV müssen öfter treffen als zuletzt.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Der Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Handball-Liga geht in die heiße Phase, und der MTV Braunschweig besitzt nicht die allerbesten Karten. Denn die Schützlinge von Trainer Volker Mudrow haben im laufenden Kalenderjahr erst eine Partie gewinnen können und stehen seit vorigem Sonntag zum zweiten Mal in dieser Saison auf einem Abstiegsrang. Am Samstagabend müssen im Kellerduell gegen den VfL Fredenbeck also dringend Punkte her.

Der Grund: Es stehen nur noch sechs Spiele aus, und die Gastgeber haben ein verdammt schweres Restprogramm. Sie treten noch beim Spitzenreiter und Europapokalsieger von 2013, HSV Hamburg, beim Zweiten TSV Altenholz, dem Kooperationspartner des Bundesligisten THW Kiel, sowie beim Tabellen-Dritten an, den Schweriner Stieren.

Wie kann sich der MTV noch retten? Für einen Erfolg und weitere Siege müssen die Braunschweiger ihre Torflaute abschütteln. Mit 531 Treffern ist ihre Offensive die schwächste der Liga. Die magere Ausbeute liegt nicht nur an den Ausfällen wie dem des Slowaken Ivan Kucharik. Lediglich der seit Wochen in Galaform auftrumpfende Spielmacher Philipp Krause ist – Bestleistung 16 Tore in einem Spiel – im Abschluss eine Bank. Bei der Niederlage gegen Springe traf aber auch er nur viermal. 113 aller MTV-Tore gehen auf sein Konto. Damit rangiert er ligaweit unter den Top 10.

Nicht nur er, sondern vor allem alle anderen sind gefordert, sich für den Saisonendspurt erheblich zu steigern. Zum Beispiel Linkshänder Sebastian Czok. Er kam vor zwei Jahren aus Hannover als einer der Topwerfer der dritten Liga. Auch der vor kurzem verpflichte Kroate Marko Karaula, ein toller Teamspieler, muss trotz seiner erst 21 Jahre mehr Verantwortung übernehmen.

Zuversicht herrscht beim MTV durch den Auftritt im Hinspiel. 28:27 lag das Mudrow-Team in der Schlussminute vorne. Doch dann kassierte es eine Sekunde vor der Schlusssirene das 28:29.

Mut macht außerdem, dass die Braunschweiger nie aufstecken, kämpferisch immer ans Limit gehen und die Teamchemie trotz vieler Niederlagen stimmig ist. Diesbezüglich sind sie bei weitem kein Abstiegskandidat. Und was die Resonanz – regelmäßig kommen mehr als 1000 Zuschauer – und die tolle Stimmung in der Sporthalle Alte Waage betrifft sowieso nicht. Gegen Fredenbeck wird die Hexenkesselstimmung mehr denn je gefordert sein.

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