Löwen holen A-2-Nationalspieler Lukas Wank

Braunschweig.  Der variabel einsetzbare Guard kommt vom Zweitliga-Spitzenteam Chemnitz zu Braunschweigs Basketballern und hat für drei Jahre unterschrieben.

Löwen-Neuzugang Lukas Wank im Chemnitzer Trikot im Spiel gegen Karlsruhe.

Löwen-Neuzugang Lukas Wank im Chemnitzer Trikot im Spiel gegen Karlsruhe.

Foto: Tim Carmelevia / imago images

Der nächste Neuzugang der Braunschweiger Basketballer trainiert und spielt derzeit unter den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl. Lukas Wank bereitet sich mit der A-2-Nationalmannschaft um Braunschweigs Powerforward Chris Sengfelder, der dort inzwischen zum Kapitän aufgestiegen ist, auf die Universiade im Juli in Neapel vor. Und wie: Der gebürtige Thüringer, der vornehmlich auf den Positionen zwei und drei zu Hause ist, war in zwei Testspielen der DBB-Auswahl am Wochenende gegen die Ukraine mit 14 und 18 Punkten in rund 25 Minuten Einsatzzeit jeweils Topscorer. Das Team gewann die erste Partie in Kienbaum 78:52, verlor aber die zweite 66:71.

Bei den Löwen hat der 22-Jährige Altenburger für drei Jahre unterschrieben. Das muss allerdings nichts heißen. Beim Zweitligisten Science City Jena, aus dessen Unterbau er kam, hatte Wank 2014 sogar einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet, wechselte aber nach dem Erstligaaufstieg 2016 zum Erstligisten Würzburg. Dort bekam er einen Dreijahresvertrag, ging aber nach einer Saison zum Zweitligisten Köln, nachdem er vornehmlich im Pro-B-Team der Franken spielen musste. In der abgelaufen Saison kämpfte er mit Chemnitz um den BBL-Aufstieg, scheiterte aber im fünften Finale an den Hamburg Towers. Wank kam in 29 Partien und 21 Minuten durchschnittlicher Spielzeit auf 9,1 Punkte, 3,2 Rebounds und 2,7 Assists.

Nun unternimmt der schlaksige und variable 1,98 Meter große Guard in Braunschweig den nächsten Anlauf, ein BBL-Spieler zu werden. Er habe positive Gespräche mit Trainer Pete Strobl gehabt. „Dabei hat er mir gesagt, dass er keine Unterschiede zwischen deutschen und ausländischen Spielern macht und man spielen wird, wenn man hart dafür arbeitet“, wird Wank in der Pressemitteilung der Löwen zitiert.

Seine bisherigen Trainer loben den Hunger, den Ehrgeiz und die harte Arbeit, mit dem sich Wank immer weiterentwickeln und den nächsten Karriereschritt machen will. Das weiß auch Strobl: „Ich sehe viel Potenzial in Lukas und möchte es seinem Talent und seiner Vielseitigkeit ermöglichen, unserem Spielstil eine besondere Dimension zu geben.“ Wank, der erst mit 14 Jahren in einer Schul-AG angefangen hatte, Basketball zu spielen, solle ein wichtiger Baustein im Aufbauprogramm der Braunschweiger sein. Geschäftsführer Sebastian Schmidt verweist auf die stattliche Pro-A-Erfahrung des Spielers. Er sei ein Top-Talent und könne bei den Löwen das nächste Level erreichen.

Seinen künftigen Team- und Positionskollegen Kostja Mushidi kennt der Neue bereits aus der U-18-Nationalmannschaft, mit dem nach Chemnitz gewechselten Braunschweiger Luis Figge spielte er in der U20. Löwen-Profi Lars Lagerpusch hätte er eigentlich jetzt in der A2 treffen sollen, doch der 21-jährige Center sagte ab. Am Donnerstag und Freitag tritt die Mannschaft in Frankfurt gegen Kroatien an.

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