Carlton Guyton hofft auf schnelles Comeback

Braunschweig  Der lange verletzte Löwen-Profi fühlt sich wieder fit, sein Ersatzmann Andre Hollins ist gefeuert. Sonntag kommt Würzburg zum letzten Heimspiel.

Die eine Nachricht hat mit der anderen eigentlich nichts zu tun. Aber dennoch passen sie wie zwei Puzzleteile zusammen: Bei Braunschweigs Basketballern könnte Carlton Guyton unverhofft noch mal für seinen Nachfolger einspringen.

Denn Andre Hollins muss die Löwen verlassen. Der Vertrag des bereits am Ostermontag beim Bonn-Spiel freigestellten Amerikaners wurde erwartungsgemäß kurzfristig aufgelöst. „Es sind bestimmte Dinge vorgefallen, die zu dieser Entscheidung geführt haben“, erläuterte Sportchef Frank Menz, ohne Details mitzuteilen.

Sportlich kann das Team den Abgang des 24-Jährigen verkraften, wie der Überraschungssieg gegen den Tabellenfünften gezeigt hat. Der Spielmacher war im März aufgrund des Ausfalls von Guyton aus Roanne nach Braunschweig gewechselt und kam in vier Spielen im Schnitt auf eine knappe Viertelstunde Einsatzzeit, 3,8 Punkte und 1,5 Vorlagen.

Guyton ist mit 11,3 Punkten der drittbeste Punktesammler der Löwen. Der US-Profi hatte sich Ende Februar an der Halswirbelsäule verletzt und die Prognose bekommen, diese Saison wohl nicht mehr spielen zu können. Doch eine Spritzenkur und reichlich Physiotherapie haben offensichtlich angeschlagen.

Wochenlang hatte der 26-Jährige neben den trainierenden Kollegen sein individuelles Programm abgespult. „Ich konnte eigentlich alles machen, nur nicht mit Kontakt“, berichtete er.

Nachdem er dabei zuletzt komplett schmerzfrei geblieben war, sieht es nach einer neuerlichen MRT-Untersuchung diese Woche gut aus, wie Menz bestätigte: „Die finale Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber Scootie hat Mittwoch erstmals wieder mit uns trainiert, und wir haben die Hoffnung, dass er noch mal spielen kann.“

Je nachdem, wie Guyton das Training verkrafte, könne es vielleicht schon am Sonntag im letzten Heimspiel gegen Würzburg so weit sein, stellt der Trainer in Aussicht. Das wäre für den Spieler besonders schön, weil er sich dann nochmals den heimischen Fans auf dem VW-Hallen-Parkett präsentieren könnte. Auf jeden Fall soll der Spielmacher und nervenstarke Vollstrecker dann aber am Doppelspieltag zum Saisonende in Tübingen (29. April) und Göttingen (1.Mai) dabei sein, wenn die Ärzte nicht doch noch ihr Veto einlegen.

Nach dem Würzburg-Spiel werden sich die Löwen-Profis in der Halle von den Fans verabschieden und ihnen für die Unterstützung im erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt danken. Sie stehen bei Freigetränken für Fotos, Autogramme und Gespräche bereit. Eine Abschiedsfeier nach Abschluss der Punktrunde ist nicht geplant.

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