Vom Lions-Erlebnis, auch mal gegen Therriault zu spielen

Braunschweig.  Die Braunschweiger-Abwehr hatte es im Kampf mit den drei Ex-Braunschweiger Angreifern im Hildesheimer Trikot nicht leicht.

Patrick Finke durchbricht die Schutztruppe von Hildesheim Spielmacher Casey Therriault und versucht an den Ball zu kommen.

Patrick Finke durchbricht die Schutztruppe von Hildesheim Spielmacher Casey Therriault und versucht an den Ball zu kommen.

Foto: Karsten Reißner

Aufgewühlt, aber sichtbar schwer bemüht, die Fassung zu behalten, stand Hildesheims neuer Spielmacher-Star Casey Therriault Rede und Antwort nach dem 35:28-Sieg der Lions gegen das neue Team ihres ehemaligen Anführers. Auf die Frage, ob er denn bei der Rückkehr nach Braunschweig besonders motiviert gewesen sei, antwortete der US-Amerikaner: „Soll das heißen, ich bin sonst nicht motiviert? Ich bin immer motiviert, in jedem Spiel. Und egal, ob ich hier mal gespielt habe, wir sind auf den mehrfachen Nordmeister getroffen, den deutschen Rekordmeister. Da ist jeder topmotiviert.“

Einzustecken jedenfalls hatte Therriault einiges von der Braunschweiger Abwehr. Und trotzdem gelangen ihm viele sehenswerte Aktionen. Aber kein Sieg. „ Es war interessant zu sehen, wie flexibel und mobil Casey unterwegs ist. Aber er hat natürlich nicht eine so gute Schutztruppe vor sich wie damals in Braunschweig. Das hat er sehr oft spüren müssen“, sagte der Braunschweiger Defense-Akteur Patrick Finke. Der routinierte Kapitän und seine Nebenleute sammelten erstmals Erfahrungen, die Lions-Gegner Jahre lang, zumeist leidvoll, machen mussten. Casey Therriault ist eben eine Klasse für sich.

Das gilt auch für die beiden ebenfalls ehemaligen Braunschweiger Ballfänger Anthony Dable-Wolf und Nathaniel Morris. Kurzfristig ins Feuer geworfen wurde Passverteidiger Benjamin Krahl, weil Stammspieler Tissi Robinson verletzt ausfiel. „Die Mannschaft hat mich an jedem Trainingstag unterstützt. Ich hatte da gute, aber auch schlechte Tage, wo mein Knie nicht so wollte wie es sollte. Es ist ein Hammergefühl zurück zu sein, und gerade Duelle wie mit Dable machen einfach nur Spaß“, sprudelte es aus Krahl heraus, der nach zweijähriger Verletzungspause in den Kader zurückgekehrt war und im Topspiel sein Start-Elf-Comeback feierte.

„Manchmal kriegst du dann einen eingeschenkt. Man muss halt schnell vergessen können, wenn etwas passiert, das nicht gut war“, meinte Krahl, der seine Aufgabe insgesamt sehr gut löste. „Das Team hat mir sehr geholfen. Ich bin sehr dankbar, diese Chance erhalten zu haben“, sagte er noch. „Wir haben gewusst, dass Hildesheim einen sehr starken Passangriff hat, dass wir uns auf einen harten Luftkampf einstellen mussten. Und wir haben das ganz gut gemacht“, urteilte Krahls starker Nebenmann Jamaal White.

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