Eintracht Braunschweig ringt Fortuna Düsseldorf ein 0:0 ab

Braunschweig.  Schön war es nicht, trotzdem kann dieser Punkt im Abstiegskampf noch viel wert sein. Braunschweig trennte sich am Montagabend von Düsseldorf 0:0.

Felix Kroos klärt einen Ball vor zwei Düsseldorfern.

Felix Kroos klärt einen Ball vor zwei Düsseldorfern.

Foto: Darius Simka / Regios24

Es war ein hartes Stück Arbeit und über weite Strecken nicht gerade eine ansehnliche Partie, aber immerhin durfte sich Eintracht Braunschweig am Ende über einen Punkt freuen. Mit einem engagierten Auftritt und einer konzentrierten Defensivleistung erkämpften sich die Löwen im Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga ein 0:0 gegen eine zuletzt formstarke Mannschaft von Fortuna Düsseldorf.

Düsseldorf zuletzt mit fünf Siegen in Folge

Dass die Fortuna keine leichte Aufgabe für Eintracht Braunschweig werden würde, hatte sich im Vorfeld schon abzeichnet. Fünf Spiele in Folge hatten die Rheinländer vor dieser Begegnung gewonnen und so war es keine Überraschung, dass die Gäste im Eintracht-Stadion schnell den Ton angaben.

Mit einer offensiven Grundordnung und ballsicher trat die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler von der ersten Minute an auf. Eintracht-Trainer Daniel Meyer hatte mit zwei nominellen Spitzen Nick Proschwitz und Suleiman Abdullahi sowie dahinter Spielmacher Martin Kobylanski zwar ebenfalls einen mutigen Ansatz gewählt. Aber schon nach kurzer Zeit wurde deutlich, dass Löwen ihr Heil doch eher in der Defensive suchen würden.

Eintracht tut sich im Spielaufbau schwer

Die Partie spielte sich in der ersten Hälfte deutlich mehr in der Hälfte der Braunschweiger ab. Was auch daran lag, dass sich die Eintracht im Spielaufbau schwertat. Vor allem die beiden Sechser Felix Kroos und Patrick Kammerbauer bekamen die Blau-Gelben kaum ins Spiel. Deshalb wurde der Ball oft aus der Abwehrreihe lang nach vorne geschlagen. Dort mühte sich Proschwitz zwar redlich, stand meist aber auf verlorenen Posten. Nebenmann Abdullahi hatte dagegen kaum Bindung zu den Kollegen, von denen die meisten den Gegner zudem sehr tief in der eigenen Hälfte erwarteten.

Wenig klare Chancen

Ergebnis dieser Spielweise war, dass es die Gäste relativ leicht hatten, die Pässe der Hausherren abzufangen. Anschließend ließen die Düsseldorfer den Ball lange in den eigenen Reihen laufen. Vielleicht war das sogar ein Fehler. Denn so fehlte das Tempo, und die Braunschweiger konnten sich zumindest defensiv gut sortieren. Düsseldorf hatte in der ersten Hälfte wenig klare Torchancen. Eine Ausnahme bildete die Möglichkeit von Kenan Karaman, die Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic stark parierte (9.).

Löwen mit mehr Mut nach der Pause

Ansonsten waren vielversprechende Aktionen im Strafraum selten – auf beiden Seiten. Das 0:0 zur Pause war die logische Konsequenz und die Partie eher Magerkost für Freunde des Offensivspektakels. Aus der Kabine kamen die Löwen mit etwas mehr Mut und Drang nach vorne. Trainer Meyer hatte bereits während der 45 Minuten mehr Zutrauen von seinen Spielern in die eigene Stärke gefordert. Nach dem Seitenwechsel versuchte die Elf diese Vorgabe umzusetzen.

Eintracht agiert in Hälfte 2 auf Augenhöhe

Die Braunschweiger agierten in der zweiten Hälfte etwas mehr auf Augenhöhe mit den Gästen. Düsseldorf suchte weiterhin verzweifelt nach Lücken, um die kompakte Abwehr der Löwen zu überwinden. Doch anders als vor der Pause schafften es die Blau-Gelben nun häufiger für Entlastung zu sorgen. Hin und wieder gelang den Hausherren sogar ein gelungener Spielzug. Aber wie der Fortuna blieben auch der Eintracht wirklich klare Torchancen verwehrt. Es deutete sich an, dass die Partie wohl nur mit Lucky Punch zu entscheiden sei.

Eintracht verdient sich das Remis

Doch der blieb auf beiden Seiten aus. Die Eintracht musste in der Schlussphase zwar etwas mehr zittern, verdiente sich den Punkt gegen die zuletzt formstarken Düsseldorfer aber dank einer engagierten Spielweise und einer konzentrierten Leistung in der Defensive. Dass spielerisch noch Luft nach oben bestand, ließ sich deshalb verschmerzen.

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