Fortuna Düsseldorf: Das Team der Stunde fordert die Eintracht

Braunschweig.  Fortuna gewann in der 2. Fußball-Bundesliga zuletzt fünf Spiele in Folge. Innenverteidiger Diakhité absolviert ein Probetraining in Braunschweig.

Rouwen Hennings (links) und Kenan Karaman (Mitte, hier mit André Hoffmann) bilden Düsseldorfs gefährliches Sturmduo.

Rouwen Hennings (links) und Kenan Karaman (Mitte, hier mit André Hoffmann) bilden Düsseldorfs gefährliches Sturmduo.

Foto: Marius Becker / dpa

Zum Auftakt der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Montag (20.30 Uhr/Sky) begrüßte Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig einen Gast. Innenverteidiger Oumar Diakhité absolviert ein Probetraining beim Tabellenfünfzehnten. Der 27 Jahre alte Senegalese ist 1,90 Meter groß, derzeit vereinslos und spielte bis zum Sommer für Desportivo Aves in der ersten Liga Portugals.

Dass Diakhité nun getestet wird, erweckt den Anschein, dass die Verhandlungen mit anderen Kandidaten für die Abwehr ins Stocken geraten sind. Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann hatte gehofft, noch in dieser Woche Vollzug melden zu können. Ein paar Tage bleiben noch, aber gegenwärtig gibt es wenig Anzeichen dafür, dass bis zum Sonntag noch etwas passiert. Vielleicht fällt die Entscheidung aber auch auf Diakhité.

Eintrachts Gegner Düsseldorf verlor zuletzt im Pokal gegen Viertligisten

Beim Düsseldorf-Spiel wird aber Brian Behrendt höchstwahrscheinlich noch die einzige externe Verstärkung dieses Winters sein. Und sofern er spielt, bekommen es er und seine Mannschaftskameraden mit dem Team der Stunde zu tun. Seit der schmerzlichen Niederlage gegen Bochum (0:5) hat die Fortuna fünf Ligaspiele in Folge gewonnen. Einzig im Pokal gab es kurz vor Weihnachten eine 2:3-Schlappe gegen West-Regionalligist Rot-Weiß Essen.

Das Team von Trainer Uwe Rösler, der nach dem Ausscheiden Torsten Lieberknechts 2018 auch als Trainer in Braunschweig gehandelt worden war, hat sich als Erstliga-Absteiger nach schwierigem Saisonstart gefangen, das erstliga-erfahrene Stürmer-Duo Rouwen Hennings und Kenan Karaman kommt immer besser in Tritt.

Die Vorbereitung auf das Spiel bei der Eintracht läuft seit dem Donnerstag. Am Sonntag reist der Klub vom Flinger Broich in die Löwenstadt. Kapitän Adam Bodzek (5. gelbe Karte) fehlt dem Tabellenfünften sicher. Hinter dem Einsatz von Shootingstar Shinta Appelkamp steht noch ein dickes Fragezeichen.

Eintracht Braunschweig läuft mit Trauerflor auf

Im Spiel gegen die Fortunen wird Eintracht Braunschweig mit Trauerflor in Gedenken an Joachim Bäse auflaufen. Der Kapitän der Meistermannschaft von 1967 war am 22. Dezember nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren in einem Braunschweiger Pflegeheim verstorben. Am Stadion hatten Fans bis zum 31. Dezember bereits die Möglichkeit, ihre Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Bäse, der einst vom FC Wenden zur Eintracht wechselte, absolvierte 321 Spiele für die Blau-Gelben und erzielte 31 Tore.

Zudem ist er mit 13 Einsätzen bis heute Eintrachts Rekord-Spieler im Europapokal. Der Libero durfte nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft als Erster die Schale in den Braunschweiger Himmel recken. Bilder und Filmaufnahmen davon haben sich ins kollektive Gedächtnis vieler Menschen gebrannt.

Von solch geschichtsträchtigen Ereignissen sind die Fußballer der Eintracht im Januar 2021 weit entfernt. Zuletzt gab es im ersten Spiel des Jahres 2021 eine 1:3-Niederlage beim FC Erzgebirge Aue. Insbesondere aufgrund vieler haarsträubender Fehler finden sich die Löwen im tristen Abstiegskampf der 2. Bundesliga wieder, stehen aktuell aber noch auf einem Nichtabstiegsplatz.

Im Nachholspiel am Mittwochabend trennten sich Schlusslicht Würzburger Kickers (5 Punkte) und der Vorletzte FC St. Pauli (9 Punkte) 1:1 und machten nur einen kleinen Schritt auf die an 15. Stelle rangierende Eintracht (12 Punkte) zu. Den Relegationsplatz belegt der SV Sandhausen (11 Punkte). Jahn Regensburg auf Tabellenplatz 14 hat sich zur Eintracht bereits einen Fünf-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Nach dem Spiel gegen Düsseldorf kommt es zum direkten Duell mit den Würzburgern, ehe der Hamburger SV zum Abschluss der Hinrunde ins Eintracht-Stadion kommt. Heidenheim und Kiel heißen die weiteren Gegner im Januar.

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