Aufgebrachter Pfitzner: „So geht es nicht“

Rostock.  Die dauernden Rückschläge führen zu dauerhafter Ernüchterung bei der Eintracht Braunschweig.

Marc Pfitzner (hier im Duell mit Maximilian Thalhammer vom FC Ingolstadt 04) war fassungslos.

Marc Pfitzner (hier im Duell mit Maximilian Thalhammer vom FC Ingolstadt 04) war fassungslos.

Foto: Susanne Hübner / imago images

Marc Pfitzner war geladen. „Ich muss mich erstmal ein bisschen beruhigen. Ich bin mega aufgebracht“, sagte der Mittelfeldspieler von Eintracht Braunschweig. Aber dann wurde er doch immer lauter, wenn er über das Spiel seiner Mannschaft am Montagabend bei Hansa Rostock zu sprechen begann.

Die Drittliga-Fußballer hatten in Rostock eine große Chance liegengelassen. Das wussten sie. Aber fast noch mehr als das Versäumnis, in der Tabelle einen großen Sprung nach vorne zu machen, ärgerte auch sie die Art und Weise, wie die 0:3-Niederlage im Ostseestadion zustande kam. Wie schon beim 1:3 zwei Wochen zuvor in Würzburg zeigten die Blau-Gelben auch in Rostock über weite Strecken eine unterirdische Leistung.

Das brachte Routinier Pfitzner auf die Palme. „Ich kann es mir nicht erklären. Das ist ja das identische Spiel wie in Würzburg. Wir kassieren früh einen Gegentreffer, aber das ist keine Entschuldigung für die Leistung, die anschließend folgt“, sagte der 35-Jährige. Und auch er trauerte der Möglichkeit hinterher, die sich der Eintracht zum Abschluss dieses Spieltages bot.

„Das war eine richtige Chance, um in der Tabelle in eine gute Position zu kommen. Die haben wir vertan. Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir es im Moment auswärts nicht hinbekommen. Darüber müssen wir reden. So geht es nicht“, kündigte Pfitzner an.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison muss man sich die Frage stellen, ob alle Eintracht-Profis Woche für Woche die richtige Einstellung für die 3. Liga an den Tag legen. „Ich will niemanden den Willen absprechen. Wir nehmen uns immer viel vor, hatten durch das 4:1 gegen Uerdingen auch Selbstvertrauen. Aber wir bekommen wieder einen auf den Deckel“, meinte Pfitzner fassungslos, um nochmal zu wiederholen: „Darüber müssen wir sprechen.“

Das haben sie bei der Eintracht allerdings schon oft getan. Inzwischen helfen nur konstant ordentliche Leistungen weiter, damit die Mannschaft bei ihren Fans nicht den letzten Kredit verspielt. Die dauernden Rückschläge führen zu dauerhafter Ernüchterung. Auch bei Trainer Marco Antwerpen. „Es ist schwer in Worte zu fassen, dass wir heute nach dem guten Spiel gegen Uerdingen so auftreten. Wir hatten Defizite in allen Bereichen. Das ist nicht hinnehmbar“, ging Antwerpen mit seinem Team hart ins Gericht.

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