Flüthmann will bei Eintracht wieder Tore sehen

Braunschweig.  Bei Eintracht haperte es zuletzt mit dem Toreschießen. Das soll schnell anders werden, am besten schon im Test gegen den HSV.

Braunschweigs Trainer Christian Flüthmann erwartet von seinem Team wieder mehr Tore.

Braunschweigs Trainer Christian Flüthmann erwartet von seinem Team wieder mehr Tore.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Ob das gegen den HSV klappt? So weit will Christian Flüthmann dann auch nicht gleich gehen. Immerhin ist Hamburg nach wie vor einer der großen Traditionsklubs Deutschlands und nebenbei noch Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga. Da gehört es sich für einen Drittligisten, die Trauben nicht zu hoch zu hängen. Daher wäre Eintracht-Trainer Flüthmann bereits zufrieden, wenn seine Mannschaft im Testspiel am Mittwoch gegen den HSV (17.30 Uhr, Eintracht-Stadion) eine gute Defensivleistung zeigt und ohne Gegentreffer bleibt.

„Hinten zu null wäre gut. Das ist nach wie vor das A und O. Aber vielleicht machen wir ja auch vorne ein Tor“, blickt Braunschweigs Trainer positiv auf die Partie gegen den klassenhöheren Gegner. Gegen Teams auf Augenhöhe hatten sich die Löwen in der Liga zuletzt schwergetan, einen Treffer zu erzielen. Zwei Braunschweiger Tore gab es in den vergangenen vier Spielen nur zu bestaunen. Trotz teilweise ordentlicher Leistung fällt die Bilanz mit zwei Punkten dürftig aus.

Deshalb will sich Flüthmann in der Länderspielpause verstärkt der Chancenverwertung seiner Mannschaft annehmen. „Wir machen jetzt nicht drei Stunden Torschusstraining am Tag, aber man kann als Trainer schon einfordern, dass auch im Training die Chancen konsequent genutzt werden. Natürlich kann man mal was ausprobieren, aber letztlich geht es auch im Training darum, dass der Ball im Tor landet“, erklärt der 37-Jährige, wie er sich in den nächsten Tagen die Einheiten vorstellt. Konzentration im Abschluss ist gefragt, bei jeder Übung. Grundsätzlich sei die Qualität zum Toreschießen vorhanden. „Wir haben in den ersten sieben Spielen 18 Tore erzielt. Das kann nicht weg sein“, sagt Flüthmann. Natürlich würde auch Glück eine Rolle spielen, aber seine Spieler müssten sich auch wieder die Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit vor dem Tor erarbeiten. „Wir haben bewiesen, dass wir Tore schießen können“, so der Coach.

Es wäre aber etwas vermessen, nun bereits gegen den HSV Besserung zu erwarten. Immerhin sind die Hanseaten ein Topteam der 2. Liga und haben mit Trainer Dieter Hecking, der als Spieler ein Jahr in Braunschweig war und als Trainer mit Wolfsburg den DFB-Pokal holte, den Anspruch, nach zwei Jahren Abstinenz in die Bundesliga zurückzukehren. Doch gerade in Duellen gegen vermeintlich stärke Teams lässt sich viel für den Ligaalltag mitnehmen. „Wir haben mit dem Spiel gegen den HSV die Möglichkeit, auf dem höchsten Niveau zu testen. Eine Partie gegen einen Bundesligisten wäre zu diesem Zeitpunkt dann vielleicht schon wieder etwas zu viel gewesen“, sagt Flüthmann.

Er will das Spiel gegen die Hamburger deshalb nicht ausschließlich dafür nutzen, Reservisten bei Laune zu halten. „Wir wollen Spielanteile verteilen, aber auch im Rhythmus bleiben“, erklärt er. Deshalb werden nicht nur Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt weniger auf dem Platz standen, sondern auch einige Akteure aus der A-Elf.

Der Eintracht-Trainer muss gegen den HSV neben den beiden Langzeitverletzten Bernd Nehrig und Stephan Fürstner auf Manuel Schwenk verzichten, der wegen einer Bronchitis ausfällt. Zudem ist Alfons Amade nicht dabei, da er am Donnerstag mit der deutschen U20-Nationalmannschaft ein Länderspiel gegen Polen bestreitet. Dafür kehrt gegenüber dem letzten Punktspiel Steffen Nkansah, der seine Erkältung auskuriert hat, zurück.

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