Zwei Generalproben als Eisbrecher für den DEL-Start?

Wolfsburg.  Wenn Deutschland- und Magenta-Sport-Cup Corona Stand halten, beschließt die DEL am 19. November ihren Start. Auch die Grizzlys Wolfsburg hoffen.

Ob die Grizzlys (rechts Sebastian Furchner) 2020/21 gegen Iserlohn spielen, entscheidet sich am 19. November.

Ob die Grizzlys (rechts Sebastian Furchner) 2020/21 gegen Iserlohn spielen, entscheidet sich am 19. November.

Foto: archiv

Der aktuell laufende Deutschland-Cup in Krefeld ist die Generalprobe der Generalprobe. Wenn das traditionelle Einladungsturnier der Nationalmannschaft mit allen Corona-Beschränkungen und Hygiene-Regeln zu Ende gebracht werden kann, dürfte auch endgültig dem in der nächsten Woche folgenden Magenta-Sport-Cup mit acht der 14 Klubs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nichts mehr im Wege stehen. Dann fällt es den DEL-Verantwortlichen sicher auch leichter, am Donnerstag, 19. November, den Saisonstart zu beschließen.

An dem Datum fällt anlässlich einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung die Entscheidung, ob und – falls ja – wann und mit welchem Modus die DEL die Spielzeit 2020/2021 startet. „An dem Tag werden die Klubs gemeinsam entscheiden, ob wir – wie zuletzt geplant – in der zweiten Dezemberhälfte und mit wie vielen Klubs wir in die Saison starten können. Zudem soll ein Modus festgelegt werden“, teilte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dazu mit.

Grizzlys auf jeden Fall dabei

Die Grizzlys Wolfsburg haben sowohl für den Magenta-Sport-Cup als auch für eine DEL-Saison ihre Teilnahme bereits zugesagt. Auch die anderen sieben am Vorbereitungsturnier teilnehmenden Teams (Mannheim, Berlin, München, Schwenningen, Düsseldorf, Krefeld und Bremerhaven) gelten als sichere Kandidaten für einen Spielbetrieb auch unter Ausschluss von Zuschauern. Zudem hatten sich zuletzt die Nürnberg Ice Tigers zu Wort gemeldet und verkündet, dass sie die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine DEL-Saison geschaffen haben.

Auch die Kölner Haie sollen trotz großer zu erwartender Einnahmeausfälle DEL-intern bereits positive Signale gesendet haben. Zumal ihre Rettungsaktion gut angelaufen ist. Sie wollen 100.000 „#immerwigger-Tickets“ verkaufen. Dabei handelt es sich um symbolische Eintrittskarten zu je zehn Euro. Am Donnerstag waren nach Aussage des Klubs bereits gut 32.000 abgesetzt. Mit dem Geld wollen die Haie die fehlenden Einnahmen teilweise ausgleichen.

Drei Klubs wackeln stark

Bleibt abzuwarten, wie sich die restlichen vier Teams entscheiden. Ingolstadt, Straubing, Iserlohn und Augsburg übten sich zuletzt in Zurückhaltung. Die drei Letzteren zählen mit zu den wirtschaftlich schwächsten Klubs der DEL. Ingolstadt hatte vor zwei Wochen seine Teilnahme am Magenta-Sport-Cup mit dem Hinweis abgesagt, dass es aktuell noch keine spielfähige Mannschaft habe und die Teilnahme am Spielbetrieb der DEL „oberste Priorität“ habe.

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