Klub-Ikone Haskins sieht tugendlosen Grizzlys-Auftritt

Wolfsburg.  Vor den Augen des Ex-Kapitäns geht der Wolfsburger Eishockey-Erstligist gegen Ingolstadt unter. Das sagen Spieler und Trainer nach der 1:7-Pleite.

Kapitäne unter sich: Der verletzte Sebastian Furchner (links) und sein Vorgänger Tyler Haskins hatten viel zu diskutieren.

Kapitäne unter sich: Der verletzte Sebastian Furchner (links) und sein Vorgänger Tyler Haskins hatten viel zu diskutieren.

Foto: Helge Landmann / regios24

„Heute waren es vielleicht die Grizzlys-Trikots, aber keine Grizzlys.“ Auf die Kurzformel für den krassen Misserfolg brach Pat Cortina seine Analyse anschaulich herunter nach der 1:7-Blamage des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten gegen die Ingolstadt Panther am Freitagabend. „Wir waren zu weit weg von unserer Identität“, fügte der Trainer an.

Vor den Augen des früheren Kapitäns Tyler Haskins, der als Scout des Klubs derzeit zu einem Arbeitsbesuch in der VW-Stadt weilt, ließen die Grizzlys alle Tugenden wie Kampf, Bereitschaft und Disziplin vermissen. Tugenden, die Haskins wie kaum ein anderer im Wolfsburg-Jersey verkörpert hatte. Der frühere Top-Center dürfte sich auf der Tribüne zusammen mit dem neben ihm sitzenden derzeit verletzten Kapitän Sebastian Furchner verwundert die Augen gerieben haben ob der desolaten Vorstellung des Teams.

Kapitäns-Stellvertreter Gerrit Fauser, der selbst auch einen gebrauchten Tag erwischt hatte, übte harsche Selbstkritik. „Diese Niederlage ist nicht zu erklären. Es ist schwierig zu verstehen, was passiert ist. Aber es darf nicht passieren“, sagte er enttäuscht. „Wir gewannen keinen einzigen Zweikampf im Spiel, waren immer einen Schritt zu langsam und brachten die Pässe nicht an den Mann. Das müssen wir ganz schnell abstellen.“ Trotzdem störten ihn die Pfiffe des eigenen Anhangs. „Ich verstehe die Fans. Aber die vergangenen Wochen waren positiv. Dass das ein bisschen vergessen wurde, ist schade.“

„Wir müssen herausfinden, warum die Einstellung nicht die war, die wir gebraucht hätten“, sagte Cortina. „War es eine Frage der Kraft, oder waren wir zu zufrieden nach dem vorherigen Spiel?“ Am Sonntag (19 Uhr) in Mannheim könnte der erkrankte Alexander Johansson sein Comeback geben. Aber: Anthony Rech hat gegen Ingolstadt etwas abbekommen. Hoffentlich ist es nicht schlimm.

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