Grizzlys Wolfsburg verlieren das fünfte Spiel in Folge

Wolfsburg.  Wieder führen die Grizzlys mit 2:1, wieder gehen sie am Ende beim 2:3 gegen die Düsseldorfer EG als Verlierer vom Eis. Frust ist angesagt.

DEG-Torwart Mathias Niederberger (am Boden) hielt den Gästesieg fest. Die Grizzlys (Spencer Machacek mit der Nummer 93) waren frustriert.

DEG-Torwart Mathias Niederberger (am Boden) hielt den Gästesieg fest. Die Grizzlys (Spencer Machacek mit der Nummer 93) waren frustriert.

Foto: Anja Weber / regios24

Die Grizzlys sind besser als vergangene Saison, aber noch nicht gut genug. Als Konsequenz setzte es beim 2:3 (0:1, 2:0, 0:2) im Sonntag-Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG die fünfte Niederlage in Folge. Damit hat die Mannschaft von Trainer Pat Cortina in der Deutschen Eishockey-Liga vorerst den Anschluss an die Top 6 verloren und muss sich nach unten orientieren.

Spencer Machacek mit seinem ersten Saisontor und Gerrit Fauser mit seinem 100. DEL-Treffer waren für Wolfsburg erfolgreich. Die DEG-Torschützen hießen Ken Andre Olimb, Bernhard Ebner und Maximilian Kammerer, die alle drei in den Special Teams erfolgreich waren.

Dass sich die Grizzlys etwas vorgenommen hatten nach zuvor vier Niederlagen, demonstrierten sie von der ersten Sekunde an. Zwar weiter ohne die verletzten Mike Sislo, Christoph Höhenleitner und Marius Möchel und diesmal auch ohne Eigengewächs Steven Raabe, dafür aber wieder mit Jeff Likens kam die Mannschaft mit Schwung aus der Kabine. Nur eine echte Torchance ließ sie im ersten Drittel zu. Blöd nur, dass die in Unterzahl drin war. Ken Andre Olimb, Bruder des Grizzlys-Stürmers Mathis Olimb, traf mit einem Strahl in den Winkel (12. Minute).

Die Strafe, die zum 0:1 führte, war aber umstritten gewesen. Düsseldorfs Chad Nehring hatte Dominik Bittner ungestraft in die Bande gecheckt, Aubin ging daraufhin auf ihn los – und musste allein in die „Kühlbox“. Jerome Flaake hatte in derselben DEG-Überzahl im Nachschuss schon getroffen, doch die Schiedsrichter hatten verfrüht abgepfiffen, weil sie den Puck in der Fanghand des Wolfsburger Torwarts wähnten.

Vom Rückstand ließen sich die Grizzlys aber nicht beirren, hatten Chancen durch Alexander Johansson (13.) und Jan Nijenhuis (16.) zum Ausgleich. Doch bei allem Einsatz – es war kein schönes Spiel, sondern Kampf und Krampf. In Ansätzen ist Cortinas Spielidee zu erkennen, doch an der Umsetzung hapert es. Oft gut daran zu erkennen, dass vor allem Spielmacher Olimb lange mit dem Puck läuft mangels Anspielstationen. Auch Cortinas neuerliche Umstellung im Sturm änderte daran nichts. Anthony Rech trennte er von der zuletzt ineffizienten Top-Reihe mit Olimb und Aubin ab und stellte diesen beiden Machacek an die Seite.

Dieser zeichnete sich immerhin durch eine gesunde Portion Aggressivität aus und kam so zu Chancen, wie im Powerplay in der 23. Minute, als er in Schuss und Nachschuss an DEG-Torwart Mathias Niederberger scheiterte. Fünf Minuten später im erneuten Powerplay verdiente sich der Kanadier jedoch sein erstes Saisontor. Um auf Nummer sicher zu gehen, „stahl“ er Rech den Treffer allerdings, indem er den Puck auf der Torlinie noch berührte. Nur 83 Sekunden später brachte Fauser mit einer Einzelaktion, einem tollen Handgelenksschuss, die Grizzlys sogar in Führung – die Wende?

Nein! Dusseligkeit kostete Wolfsburg den Sieg. Eric Valentin (44.) wurde bei seiner Topchance behindert – Überzahl. Doch in der kam nichts aufs Düsseldorfer, aber nach Aubins Ausrutscher ein Angriff aufs Wolfsburger Tor, der zum 2:2 (46.) drin war. Ebner stand nach einem Querpass völlig frei vor Chet Pickards Kasten, der den zuletzt zweimal spielenden Felix Brückmann ersetzte. Es waren die Special Teams, die den Unterschied ausmachten. Bittners Strafe nutzte Kammerer zum 2:3 (49.).

Aubin (54. und 58.) hatte noch zwei Chancen, in der Schlussphase versuchten es die Grizzlys noch vergeblich ohne Torwart, dafür mit sechs Feldspielern, doch ein Tor wollte nicht mehr fallen. „Wir müssen nun den Kopf freibekommen“, sagte Fauser nach Spielschluss.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder