Grizzlys Wolfsburg – Cortinas neues Zuhause und seine Pläne

Wolfsburg.  Die Wohnort-Wahl des neuen Trainers des Eishockey-Erstligisten ist schon mal ein gutes Omen. Hier verrät er zudem, wie er sportlich plant.

Eine Bleibe hat er bereits gefunden, nun muss er nur noch das richtige Händchen für die Grizzlys entwickeln: Pat Cortina.

Eine Bleibe hat er bereits gefunden, nun muss er nur noch das richtige Händchen für die Grizzlys entwickeln: Pat Cortina.

Foto: Darius Simka / regios 24

Wenn das mal kein gutes Omen ist … Pat Cortina, der neue Cheftrainer der Grizzlys, hat in Wolfsburg eine Bleibe gefunden. Der Italo-Kanadier zieht mit seiner Familie nach Ehmen, in den Ortsteil, in dem auch der frühere Erfolgscoach des Eishockey-Erstligisten, Pavel Gross, lange Zeit gelebt hatte.

„Wir haben ein schönes Haus gefunden mit einer tollen Nachbarschaft. Vom Vermieter sind wir auch herzlich willkommen geheißen worden“, berichtet Cortina. Der 54- Jährige verbrachte zuletzt ein paar Tage in Italien, kehrte aber nun bereits wieder nach München zurück, um zu packen und den Umzug vorzubereiten. Die Wochen vor dem Start des Mannschaftstrainings seien schon ein bisschen stressiger als in den anderen Jahren seiner Karriere. „Aber wenn ich erst einmal in Wolfsburg angekommen bin, lege ich mit Volldampf los.“

Beim Blick auf die Verpflichtungen und den bisherigen Kader wirkt der Cheftrainer überaus angetan. „Ich bin sehr zufrieden. Ich freue mich schon, das Team auf dem Eis zu sehen. Ich mag die personellen Entscheidungen, die wir getroffen haben.“ Allerdings ist das Team noch nicht komplett. Priorität besitzt für Cortina der noch zu verpflichtende Top-6-Stürmer für den rechten Flügel. „Der muss Qualität besitzen. Schnelligkeit ist wichtig, und er muss einen bedeutenden Beitrag zu unserer Offensive leisten können.“

Bei der dann noch zu besetzenden neunten Ausländerstelle hat Cortina keine Eile. Mit Chet Pickard, Ryan Button und Garrett Festerling verfüge das Team über Spieler, die deutsche Pässe besitzen und keinen Import-Platz besetzen. „Wir können uns bei der Besetzung der neunten Import-Stelle Zeit lassen und geduldig abwarten.“ Zumal: es kann auch immer noch etwas passieren bis Saisonstart. Verletzungen oder Schnäppchen, die auf den Markt kommen. Deshalb sei auch noch offen, wie bereits zuvor Manager Charly Fliegauf mehrfach betont hatte, für welchen Mannschaftsteil der neunte Ausländer kommt.

Aufgrund der eigenen U23-Spieler und der Förderlizenzkandidaten vom Kooperationspartner Kassel aus der DEL 2 sollte Cortina in den ersten Trainingswochen ohnehin über ein großes Aufgebot verfügen. „Ich möchte alle Spieler auf dem Eis sehen“, sagt er. Ob aber alle auch einen Einsatz in einem Testspiel bekommen, ist fraglich. Denn: „Das hängt von mehreren Umständen ab. Zum einen davon, ob wir verletzungsfrei bleiben und ich immer den kompletten Kader zur Verfügung habe. Und zum anderen davon, ob sich alle die Chance, im Spiel eingesetzt zu werden, auch verdienen.“

Im Unterschied zu den meisten seiner Grizzlys-Vorgänger plant Cortina die Trainingswochen sehr flexibel. „Ich möchte nicht zu viele Routinen, sondern das Programm an die Gegebenheiten anpassen.“ Der freie Tag könnte deshalb zwischen Montag und Dienstag variieren. „Das hängt auch davon ab, ob wir gerade vom Abend-Auswärtsspiel in Straubing kommen oder ein Nachmittags-Heimspiel hatten.“ Ganz wichtig ist ihm jedoch, dass in jeder Einheit eine „hohe Qualität“ herrscht.

In puncto künftige Arbeitsverteilung im Trainerstab hat der Chefcoach auch schon klare Vorstellungen. Sein Assistent Petteri Väkiparta, mit dem er zuletzt schon in Schwenningen zusammengearbeitet hatte, soll fürs Penaltykilling (Unterzahlspiel) verantwortlich zeichnen und in den Spielen die Abwehr coachen. „Am Ende treffe ich aber die Entscheidungen.“ Das gilt für den Angriff ohnehin. Torwarttrainer Ilari Näckel kümmert sich weiter um die Torhüter und erledigt Videoarbeit. Athletik-Coach Peter Kruse ist für das Fitnesstraining zuständig. „Wir müssen aber auch schauen, was die Mannschaft braucht“, erklärt Cortina.

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