Er ist das bisher größte U18-Talent der Grizzlys Wolfsburg

Wolfsburg.   Mit Frechheit will Jan Nijenhuis siegen. Der Neuzugang des Eishockey-Erstligisten ist erst 17 Jahre alt und peilt trotzdem einen Stammplatz an.

Ich freue mich mega, in Wolfsburg zu sein“, sagtGrizzlys-Neuzugang Jan Nijenhuis.

Ich freue mich mega, in Wolfsburg zu sein“, sagtGrizzlys-Neuzugang Jan Nijenhuis.

Foto: Christian Buchler

Vater Niederländer, Mutter Kroatin, er selbst deutscher Eishockey-Nationalspieler der Junioren: Jan Nijenhuis. Der 17-jährige Grizzlys-Neuzugang ist das bislang größte U18-Talent, das jemals in Wolfsburg unter Vertrag stand. Hier will er am liebsten gleich im ersten Jahr den Sprung ins DEL-Team schaffen, sagt: „Ich möchte mir einen Stammplatz erkämpfen.“ Problem dabei: „Ich soll noch ein paar Kilogramm zulegen.“

Der technisch und läuferisch gute Stürmer wiegt bei einer Größe von 1,80 Metern 80 Kilogramm. Damit ist er nicht gerade ein Schwergewicht in der Liga. Mit entsprechender Ernährung und zweimal Training am Tag will er sein Gewichtsproblem der anderen Art lösen. „Ich bin ein harter Arbeiter“, charakterisiert er sich selbst.

Seine Spielweise beschreibt er zudem wie folgt: „Ich kann in beide Richtungen arbeiten“, beginnt er und sieht sich als klassischen Zwei-Wege-Stürmer, der offensiv wie defensiv seine Leistung bringt. „Außerdem habe ich einen guten Schuss und liebe es, diesen einzusetzen. Ich würde mich auch als schnellen Spieler bezeichnen.“

In seiner Altersklasse konnte er dies bislang eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit den Jungadlern Mannheim holte er vergangene Saison den Titel in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL). Inklusive Play-offs kam er in 34 Spielen auf 19 Tore und 29 Assists. Darüber hinaus schaffte er mit der deutschen U18-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft der Division 1a, der zweithöchsten Kategorie, als Sieger den Wiederaufstieg unter die Top-Nationen. Hier gelangen ihm als Kapitäns-Stellvertreter in fünf Matches vier Treffer und zwei Torvorbereitungen. Der in München geborene und in Grafing aufgewachsene Rechtsschütze weiß schon genau, wo das Tor steht.

Im Herrenbereich muss er sich trotzdem erst einmal hocharbeiten im Kreis der etablierten Grizzlys-Profis. Angst hat er keine, aber: „Der Respekt ist auf jeden Fall da.“ Nicht nur vor den Kollegen, sondern auch vor den Anforderungen in der DEL. „Da geht es härter und schneller zu als bei den Junioren. Aber ich bin mega gut aufgenommen worden bei den Grizzlys.“ Bevor er endgültig eine eigene Wohnung bezieht am neuen Arbeitsort, muss er zwischenzeitlich noch einmal zurück nach Mannheim. Dort baut der Zwölftklässler im Moment sein Fachabitur und hat noch die mündliche Prüfung zu absolvieren. Zurück in Wolfsburg, geht es dann in die Eigenständigkeit. „Vorerst werde ich mich auch nur auf Eishockey konzentrieren.“ Mit der Unterstützung Dominik Bittners. Der 27-jährige Verteidiger ist ebenfalls neu bei den Grizzlys, aber als Profi längst erfahren. Bittner und Nijenhuis kennen sich über die Mannheimer Gastfamilie des Letzteren. „Zurzeit wohne ich bei Dominik.“ Später sei geplant, dass Nijenhuis in den selben Mehrfamilienhaus-Eingang wie Bittner zieht.

Seinen Weg zum Erfolg muss Nijenhuis aber letztlich alleine finden. Ob dieser dann auch als Umweg über die Kooperationspartner Kassel (DEL 2) und/oder Halle/Saale (Oberliga) führt, bleibt abzuwarten. „Ich will versuchen, frech aufzutreten auf dem Eis.“ Nebenbei möchte er sich für die deutsche U20-Auswahl empfehlen. Wolfsburgs bislang größtes U18-Talent hat fest vor, nicht nur als dieses in die Klubgeschichte der Grizzlys einzugehen.

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