„Zwei gute bis sehr gute Transfers“ für die Grizzlys

Mannheim.   Expertenmeinung zu den Neuzugängen der Grizzlys Wolfsburg: Duo Pickard/Festerling erntet viel Lob und wenig Kritik – aber auch Talent Nijenhuis.

Garrett Festerling (rechts) kommt aus Mannheim.

Garrett Festerling (rechts) kommt aus Mannheim.

Foto: Uwe Anspach / picture alliance/dpa

„Zwei gute bis sehr gute Verpflichtungen und einen Führungsspieler aus dem Nachwuchs“ bekommen die Grizzlys von den Mannheimer Adlern nach Christian Rotters Meinung. Der Sportredakteur des Mannheimer Morgen findet nur wenige kritische Worte für die Neuzugänge des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten, Torwart Chet Pickard, Center Garrett Festerling und Nachwuchsstürmer Jan Nijenhuis.

Christian Rotter über ...

… Chet Pickard: „Er ist ein großgewachsener Torhüter, der das Tor gut über sein Positionsspiel abdeckt. Er verliert selten die Ruhe, ist immer wieder schnell in Position und lässt kaum Rebounds zu. Aber: Sein Manko ist die Beweglichkeit. Durch seine Größe von knapp 1,90 Metern kommt er nicht so schnell runter in den Spagat.

Vom Charakter her ist er top. Mannheims Nummer 1, Dennis Endras, lobte ihn mit den Worten: ,Chet ist der zuverlässigste, freundlichste und beste Backup, den ich je hatte.’ In der Zeit, als Endras verletzt war, hat Chet bewiesen, dass er ein Nummer-1-Torwart sein kann. Aber er rückt auch klaglos ins zweite Glied zurück, ist keiner, der Stunk machen würde. Mit seiner Art ist er auch wichtig für die Stimmung in der Kabine.“

… Garrett Festerling: „Er ist ein Zwei-Wege-Stürmer, der durchaus Torgefahr ausstrahlt, aber sich auch für die Drecksarbeit nicht zu schade ist. Das Unterzahlspiel ist eine seiner Stärken, und das Bullyspiel liegt ihm ebenfalls. Allerdings könnte er vor dem gegnerischen Tor noch gefährlicher sein, wurde auch meist nur bei Verletzung anderer im Powerplay eingesetzt. Außerdem ist er mit 1,75 Metern recht klein. Monsterchecks in den Ecken teilt er nicht aus, wird eher von körperlich stärkeren Spieler öfters mal zur Seite geschoben. Vom Typ her ist Garrett auch eher zurückhaltend. Leadership hat er in Mannheim wenig bewiesen, war stattdessen ein Rollenspieler. Vielleicht kann er in Wolfsburg beweisen, dass er auch Führungsqualitäten besitzt.“

… Jan Nijenhuis: „Die Verantwortlichen der Jungadler hätten ihn gerne behalten. Er war dort Leistungsträger und Führungsspieler, ist das auch im Junioren-Nationalteam. Er gilt als umgänglich und fleißig. Nun muss man abwarten, ob er den Sprung in die DEL schafft.“

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