Grizzlys-Profi Wurm stellt sich der Verantwortung

Wolfsburg.  Von wegen „Wurmi“ – der Grizzlys-Verteidiger ist längst zum gestandenen DEL-Profi gereift. Deshalb kündigt er an, mehr Verantwortung übernehmen zu wollen.

In neun Jahren vom DEL-Neuling zum Leistungsträger gereift: Grizzlys-Verteidiger Armin Wurm.

In neun Jahren vom DEL-Neuling zum Leistungsträger gereift: Grizzlys-Verteidiger Armin Wurm.

Foto: Darius Simka / regios 24

Nur zwei Spieler sind schon länger bei den Grizzlys als er: Armin Wurm. Der Defensiv-Verteidiger geht in seine zehnte Saison beim Wolfsburger Eishockey-Erstligisten, trägt seit 2009 dessen Trikot. Lediglich Christoph Höhenleitner (seit 2007) und Sebastian Furchner (seit 2008) gehören länger zum Klub. Im WN-Gespräch signalisiert Wurm seine Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Ich bin in einem Alter“, sagt der am Montag 29 Jahre alt werdende Profi, „in dem man auch mal den Mund aufmachen kann in der Kabine.“

Als 19-Jähriger war „Wurmi“ vom Drittligisten Füssen nach Niedersachsen gewechselt. Sein Spitzname passt längst nicht mehr. Aus dem unerfahrenen Bub aus dem Allgäu ist ein gestandener DEL-Spieler geworden. 484 Partien (13 Tore, 51 Assists) absolvierte er für die Grizzlys im Eishockey-Oberhaus. Seine robuste Spielweise ist durchaus gefürchtet bei den gegnerischen Stürmern. Das 1,86 Meter große und 86 Kilogramm schwere Abwehr-Ass schont sich nie, wie ein komplizierter Sprunggelenksbruch im Januar 2012 belegt. Zweifel an der Fortsetzung der Karriere wischte er in der Reha vom Tisch. Mit Blut und Schweiß hat sich Wurm sein Standing im Team des dreimaligen Vizemeisters längst verdient.

Nun ist die Zeit reif, dass Spieler wie Wurm, aber auch Nationalstürmer Gerrit Fauser, mehr Aufgaben in der Mannschaft übernehmen. „Ich gehöre nicht mehr zu den jungen Spielern. Wenn es gewünscht ist, dass ich mehr Verantwortung übernehme, mache ich es“, erklärt Wurm.

Bereits in den vergangenen Play-offs, als die Grizzlys einige Ausfälle zu beklagen hatten, trug er das A für den Kapitänsassistenten auf der Brust. „So eine Aufgabe macht mich stolz und ist auch eine Auszeichnung. Man muss sehen, welche Rolle der neue Trainer für mich vorsieht. Ich nehme es, wie es kommt.“

Aber auch ohne Benennung ins Kapitänstrio oder in den Mannschaftsrat würde sich Wurm einbringen. „Unabhängig davon, ob ich einen Buchstaben auf dem Trikot tragen werde oder nicht, werde ich – wenn nötig – in der Kabine meine Meinung sagen.“ Wurm ist durch die harte Grizzlys-Schule gegangen, steht für Arbeit, Disziplin und Teamgeist. Diese Mentalität will er auch den Neuzugängen vorleben. „Wenn sie unsere Arbeitsmoral kennengelernt und angenommen haben, werden sie bei uns sicher einen guten Weg gehen“, sagt er.

Für ihn selbst muss dieser in Wolfsburg nach bald zehn Jahren längst noch nicht zu Ende sein. Sein Vertrag läuft zwar aus, aber: „Ich bin mit einer Wolfsburgerin verheiratet, habe meine zweite Heimat gefunden.“ Das ist ein positives Signal an Manager Charly Fliegauf. Dennoch hält sich Wurm alle Optionen offen. „Ich bin jetzt in Wolfsburg, und auf nichts anderes konzentriere ich mich. Was kommt, werden wir sehen.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder