Eintracht holt einen Punkt beim Tabellenführer

Duisburg.  Teilerfolg für Eintracht Braunschweig: Bei Spitzenreiter MSV Duisburg schafften die Löwen ein 1:1.

Eintracht Braunschweig holt in Duisburg einen Punkt.

Eintracht Braunschweig holt in Duisburg einen Punkt.

Foto: BEAUTIFUL SPORTS / imago images

Es geht doch: Die Drittliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig haben auf die schwachen Auftritte in München und gegen Jena eine Reaktion gezeigt und zumindest einen Teilerfolg bei Tabellenführer MSV Duisburg errungen. Beim 1:1 (1:0) gegen Ex-Trainer Torsten Lieberknecht sah es nach der Führung durch Robin Ziegele (44.) sogar lange nach einem Sieg aus. Doch Duisburgs Ahmet Engin sorgte für den Ausgleich (74.).

Nach dem Spielverlauf können die Braunschweiger mit dem Punkt sicherlich trotzdem leben. Duisburg hatte mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Aber vielleicht hilft der Zähler beim Spitzenreiter den Löwen trotzdem als Antrieb für die nächsten Wochen.

Andere Aufstellung als gegen Jena

Eintracht-Trainer Marco Antwerpen hatte seine Startelf im Vergleich zum Heimspiel gegen Jena auf drei Positionen verändert. Für Steffen Nkansah, Yari Otto und den verletzten Danilo Wiebe kamen Felix Burmeister, Kapitän Bernd Nehrig sowie Mike Feigenspan in die Mannschaft. Taktisch rückte Antwerpen von seinem 4-3-3-System ab und stellte auf eine 4-2-3-1-Formation um. Wahrscheinlich auch, um die Räume für den Tabellenführer vor dem eigenen Strafraum eng zu machen. Das funktionierte bis auf wenige Ausnahmen gut.

Die Duisburger hatten zwar von Beginn an deutlich mehr vom Spiel, konnten sich zunächst aber kaum Torchancen herausspielen. Die beste Möglichkeit für den MSV verzeichnete Verteidiger Joshua Bitter mit einem Kopfball nach einer Ecke. Der Ball ging nur knapp am Pfosten des Eintracht-Tores vorbei (41.). Ansonsten hatte die Braunschweiger Defensive mit dem umsichtigen Abwehrchef Burmeister die gefürchtete Offensive der Hausherren weitgehend im Griff.

Dafür fielen aber auch die eigenen Angriffsbemühungen der Löwen sehr verhalten aus. Über die schnellen Außen Merveille Biankadi und Feigenspan versuchten die Blau-Gelben ein paar Nadelstiche zu setzen, kamen jedoch kaum in den Bereich, wo es für den MSV wirklich gefährlich geworden wäre.

Glückliche Führung zur Halbzeit

Deshalb musste es ein Abwehrspieler nach einer Standardsituation richten. Nur aufgrund der Verletzung von Benjamin Kessel war Ziegele in der 30. Minute in die Partie gekommen. Nur 14 Minuten nach seiner Einwechslung schlich sich der Innenverteidiger bei einem Freistoß mit nach vorne und drückte die Hereingabe von Niko Kijewski aus fünf Metern mit dem Fuß über die Linie. Zuvor war Duisburgs Petar Sliskovic am Ball vorbeigesegelt. Mit dieser etwas glücklichen aber keinesfalls unverdienten Führung gingen die Braunschweiger in die Kabine und kehrten in der zweiten Hälfte mit neuem Selbstvertrauen zurück.

Während sich die Duisburger im Spiel nach vorne mehr Fehler erlaubten, zeigten die Gästen nun mehr Klarheit und Ballsicherheit auf dem schwerbespielbaren Platz. Etwas Pech hatten die Löwen, dass ein zweiter Treffer von ihnen nicht zählte. Vielleicht wäre der etwas verunglückte Schussversuch von Feigenspan auch so reingegangen, doch Marvin Pourié hielt noch den Fuß hin und stand dabei im Abseits (56.). Es war für lange Zeit die letzte gute Offensivaktion der Gäste.

Ab der 60. Minute schaltete der MSV den Turbo ein und übernahm wieder eindeutig das Kommando. Die Duisburger stürmten zwar nicht wirklich durchdacht an, dafür mit Wucht und schnürten die Braunschweiger in deren eigener Hälfte ein. Selten schaffte es die Antwerpen-Elf mal für Entlastung zu sorgen und defensiv häuften sich die Wackler. Mit einer starken Parade konnte Schlussmann Jasmin Fejzic in der 71. Minute noch den Ausgleich verhindern, drei Minuten später war auch er geschlagen. Ahmet Engin traf aus dem Gewühl heraus zum 1:1.

Aber die Eintracht kämpfte und hielt mit einem starken Fejzic, der noch einmal gut gegen Lukas Daschner (85.) parierte, dagegen. Und fast hätte Biankadi noch für ein Braunschweiger Happy End gesorgt. Eine Minute nach Daschners Chance hatte er das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber knapp an Duisburgs Torwart Leo Weinkauf.

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