Eintracht Braunschweig verliert mit 0:2 gegen FC Bayern München

München.  Die Tore des Tages erzielte Leon Dajaku in der 15. und 90. Minute. Verteidiger Steffen Nkansah fehlte aufgrund eines grippalen Infekts.

Braunschweigs Trainer Christian Flüthmann wartet vor einem Spiel in der Arena.

Braunschweigs Trainer Christian Flüthmann wartet vor einem Spiel in der Arena.

Foto: Peter Steffen / dpa

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat die Partie am 11. Spieltag gegen die U23 des FC Bayern München mit 0:2 verloren. Die Tore des Tages erzielte Leon Dajaku (15.) und (90.). Verteidiger Steffen Nkansah fehlte aufgrund eines grippalen Infekts.

In der Anfangsphase der Partie am Sonntagmittag zeigte die Münchner U23, die sich mit den zusammen 27 Millionen Euro teuren Alphonso Davis und Mickael Cuisance aus dem Profikader verstärkt hatten, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte herzugeben. Die ersten Minuten gehörten den kleinen Bayern. Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic entschärfte einen wuchtigen Kopfball von FCB-Kapitän Nicolas Feldhahn.

Wenig später kamen die Löwen besser ins Spiel – doch sie gingen nur allzu fahrlässig mit ihren Torchancen um. Einen Fehlpass des Münchner Keepers Christian Früchtl direkt in die Füße von Patrick Kammerbauer vergab dieser im Anschluss kläglich. Auch Manuel Janzer brachte es nicht fertig, den Ball nach einer tollen Direktpass-Kombination über Kobylanski am langen Eck einzuschießen. Und nur Sekunden später rauschte auch ein Schuss von Benny Kessel abgefälscht am Tor vorbei.

Dann kam es wie es kommen musste. Leihgabe Cuisance setzte Acht-Tore-Stürmer Kwasi Okyere Wriedt in Szene, der scharf auf den langen Pfosten flankte, wo Leon Dajaku wuchtig gegen den chancenlosen Fejzic in der 15. Minute einschoss. Eintracht zeigte sich daraufhin geschockt. Bayern II strahlte Gefahr aus vor dem Sechzehn-Meter-Raum der Blau-Gelben, die an diesem Tage erstmals in dieser Saison in weißen Trikots aufliefen.

Auch der Braunschweiger Anhang verstummte in dieser Phase, hatte aber wenig später wieder Gelegenheit zum Raunen. Zum einen, weil die Braunschweiger in vielen Momenten gefällig Fußball spielten. Zum anderen, weil Schiedsrichter Robin Braun in einigen Szenen auf beiden Seiten das Fingerspitzengefühl vermissen ließ.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Eintracht eine kontrollierte Leistung. Torgefahr wollte aber nicht aufkommen. Erst als der auf der linken Bahn freistehende Kijewski druckvoll in die Mitte flankte, wurde es wieder spannend vor Früchtls Tor. Aber sowohl Orhan Ademi als auch Marcel Bär vergaben. Christian Flüthmann reagierte und brachte Nick Proschwitz für Ademi. Eintracht riskierte nun mehr in der Offensive. Aber München hielt gut dagegen. Und den Braunschweigern gelang es zu selten, die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld zu gewinnen. Dann war es wieder einmal Fejzic zu verdanken, dass der Rückstand nicht wuchs. Er faustete einen Weitschuss von Derrick Köhn über die Latte. Und Eintracht setzte nun auf volle Offensive. Der frische Feigenspan kam für Janzer in die Partie und brachte sich gut ein. Aber alles Anrennen half nichts mehr. Wriedt verpasste gar die Vorentscheidung. Eintracht fand zu wenig Abschlüsse – und verpasste so den möglichen Sprung an die Tabellenspitze. In der Nachspielzeit traf Bayerns Dajaku erneut, als Fejzic aus dem Tor geeilt war. Er war von Timo Kern vorher unfair am zurücklaufen gehindert worden.

Spiel Kompakt:

FC Bayern München II: Früchtl – Mai, Feldhahn, Richards – Köhn, Welzmüller, Singh, Dajaku – Davies (74. Batista Meier), Cuisance (78. Zylla) – Wriedt (90. Kern).

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel, Becker, Ziegele, Kijewski – Kammerbauer (86. Putaro), Wiebe, Janzer (70. Feigenspan) – Kobylanski – Bär, Ademi (55. Proschwitz).

Tore: 1:0 Dajaku (15.). 2:0 Dajaku (90.)

Gelbe Karten: Köhn, Wriedt, Cuisance/Kammerbauer, Janzer, Becker.

Schiedsrichter: Robin Braun.

Zuschauer: 2744 im Stadion an der Grünwalder Straße.

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