Schwenk und Kobylanski schießen Eintracht in die nächste Runde

Drochtersen.  Im NFV-Pokal hat Eintracht mit Mühe die nächste Runde erreicht. Beim 3:1-Erfolg bei Regionalligist Drochtersen/Assel traf Manuel Schwenk doppelt.

Martin Kobylanski bejubelt mit Torschütze Leandro Putaro den Sieg – das Bild zeigt die beiden nach dem Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern.

Martin Kobylanski bejubelt mit Torschütze Leandro Putaro den Sieg – das Bild zeigt die beiden nach dem Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern.

Foto: Archivfoto: Jan Huebner/Kleervia www.imago-images.de / imago images / Jan Huebner

Als der Ball im Winkel einschlug, ließ sich Martin Kobylanski kaum anmerken, dass ihm gerade ein Traumtor gelungen war. Eintrachts Spielmacher ballte einmal kurz die Faust, schaute zur Seitenlinie und stapfte fast ein wenig grimmig in die eigene Hälfte zurück. Dabei war der Treffer aus etwa 30 Metern Torentfernung wunderschön und wichtig obendrein, denn Braunschweigs Fußball-Drittligist lag zu diesem Zeitpunkt 0:1 hinten. Im NFV-Pokal. Bei Regionalligist Drochtersen/Assel. Dort waren die Löwen in der vergangenen Saison in der zweiten Runde des Wettbewerbs ausgeschieden.

Eintracht Braunschweig gegen Drochtersen/Assel mit Mühe aber nicht unverdient

Diesmal blieb den Blau-Gelben dieses Schicksal erspart. Sie setzten sich nach 90 Minuten und einem Doppelpack von Manuel Schwenk mit 3:1 (1:1) durch – mit Mühe aber nicht unverdient. Doch als Sören Behrmann, der Kapitän der Gastgeber, in der 13. Minute den Außenseiter in Führung köpfte, drohte sich die peinliche Geschichte aus dem Vorjahr zu wiederholen.

Aber zum Glück haben die Braunschweiger einen Spieler mit einer so starken Schusstechnik wie Kobylanski. Der Mittelfeldspieler setzte den Ball perfekt in den Winkel und gab damit die richtige Antwort auf die Diskussionen um seine Person, die sich in den vergangenen Tagen nach seinem Fehlen in der Startelf entzündet hatten. Dass sein Jubel sowie der seiner Mitspieler trotzdem etwas verhalten ausfiel, lag wahrscheinlich daran, dass die Eintracht trotz des Ausgleichs noch lange nicht durch war.

Eintracht hat es schwer gegen Drochtersen/Assel

Auf dem Platz, der von stundenlangen Regenfällen aufgeweicht war, taten sich die Braunschweiger von der ersten Minute an schwer, ein Tor zu erzielen. Die Löwen hatten mehr Ballbesitz, die Löwen bestimmten das Spiel, aber die Löwen erarbeiteten sich nur ganz wenige Chancen. Christian Flüthmann war trotzdem nicht unzufrieden mit seinem Team. „Es war klar, dass wir hier nicht reihenweise Torchancen generieren. Wir wussten, dass der Gegner sehr defensiv stehen würde“, verwies der Eintracht-Coach auf die Taktik von Drochtersen/Assel.

Der Außenseiter machte das Beste aus seinen Möglichkeiten. Der Regionalligist agierte mit einer Fünferkette in der Abwehr und davor mit vier Mittelfeldspielern. So wurden die Räume für die Blau-Gelben sehr eng. Hin und wieder schalteten die Hausherren aber auch schnell um und erspielten sich so außer ihrem Führungstreffer die besseren Chancen. In der 30. Minute hätte Jan-Ove Edeling Drochtersen fast wieder in Führung gebracht. Er traf mit einem Schuss aus acht Metern die Latte. Eintrachts Defensive hatte, wie so häufig in der ersten Hälfte, zu zögerlich agiert.

Schwenk richtet es für die Eintracht

Nach der Pause ließen die Braunschweiger immerhin nicht mehr so viele gute Möglichkeiten der Gastgeber zu. Beim Regionalligisten schwanden wohl auch etwas die Kräfte. Aber den Blau-Gelben fehlte weiter die Klarheit im Spiel, um diese Pokalpartie frühzeitig zu entscheiden. Wenige echte Torchancen verzeichnete die Elf von Flüthmann, der etwas rotiert hatte, aber auch nicht gerade eine B-Formation ins Rennen schickte.

Am Ende musste es aber ein Einwechselspieler richten. In der 81. Minute erzielte Schwenk das 2:1 für die Eintracht und bewahrte sie so vor einer weiteren Peinlichkeit bei Drochtersen/Assel. Und kurz vor Schluss legte der Mittelfeldspieler, der in der 66. Minute eingewechselt worden war, noch einen Treffer zum 3:1-Endstand nach.

Auch Kobylanski konnte endlich wieder lachen

Für Schwenk, der in der Liga kaum Einsatzzeiten erhält ein dringend nötiger Tropfen Selbstvertrauen. „Das freut mich. In einem Pflichtspiel ist mir noch nie ein Doppelpack gelungen“, sagt er. Und auch Kollege Kobylanski konnte endlich wieder lachen. „Ich habe mich für das, was sich angehäuft hat, entschuldigt. Damit ist das Thema erledigt“, hofft er auf einen Neuanfang. Und nicht nur er.

Drochtersen/Assel: Siefkes – Zeugner, Rogowski, Behrmann, Giwah, Elfers (79. Owusu)– Nagel, von der Reith, Andrijanic (62. Wulff), Edeling (89. Kovacic) – Neumann.

Eintracht: Engelhardt – Amade, Becker, Nkansah, Schlüter – Pfitzner, Wiebe – Putaro (82. Kessel), Kobylanski, Bär (66. Schwenk) – Ademi (71. Proschwitz).

Tore: 1:0 Behrmann (13). 1:1 Kobylanski (22.), 1:2 Schwenk (81.), 1:3 Schwenk (90.).

Zuschauer: 1385 im Kehlinger Stadion in Drochtersen.

Schiedsrichter: Marius Schlüwe (Laatzen).

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