„Büchertankstelle“ in Lesse wird feierlich eingeweiht

Lesse.  Die „neue Begegnungsstätte“ im Stadtteil soll zum Verweilen einladen. Zur Eröffnung kommen rund 50 Gäste.

Initiatorin Angelika Müller (ganz rechts) und ihre Mitstreiterinnen (von links) Stefanie Schaaf, Gabi Kischkel, Antonia Schaaf, Katja Peters sowie Karin Gehring kümmern sich um die „Büchertankstelle“.

Initiatorin Angelika Müller (ganz rechts) und ihre Mitstreiterinnen (von links) Stefanie Schaaf, Gabi Kischkel, Antonia Schaaf, Katja Peters sowie Karin Gehring kümmern sich um die „Büchertankstelle“.

Foto: Marius Klingemann

„Bibliotheken sind die geistigen Tankstellen der Nation“: Diesen Satz des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Schmidt hat sich Angelika Müller aus Lesse zu Herzen genommen – und gemeinsam mit ihren Mitstreitern eine „Büchertankstelle“ für den Stadtteil auf die Beine gestellt. Diese wurde nun in Anwesenheit von rund 50 Gästen feierlich eingeweiht.

Acht Fächer mit knapp acht Metern Abstellfläche umfasst das von der Hildesheimer Jugendwerkstatt Labora gefertigte Bücherregal, das – daher der offizielle Name – auf dem Grundstück einer ehemaligem Privattankstelle an der Nienstedter Straße seinen Platz gefunden hat. Das Konzept: „Jeder kann sich ein Buch herausnehmen und, wenn er mag, ein anderes dafür hineinstellen“, so Initiatorin Müller.

Rund 300 Bücher sind bereits vor Ort verfügbar

Eine direkt daneben aufgestellte, vom Ortsrat finanzierte Bank solle zudem zum Verweilen einladen – „vielleicht entsteht hier ja mit der Zeit ein neuer Treffpunkt.“ Für Lesestoff ist in jedem Fall gesorgt: Rund 300 Bücher, darunter etwa Harriet Beecher Stowes „Onkel Toms Hütte“ oder verschiedene „Die drei ???“-Abenteuer, stehen für Interessierte bereit.

Müller, die in Lesse auch im Ortsrat und Kirchenvorstand sitzt, wird sich künftig mit einem siebenköpfigen Team um die Ordnung auf der „Büchertankstelle“ kümmern. Unterstützt werden sie vom örtlichen Verein für Dorfgeschichte und Heimatpflege, dessen Vorsitzender Eberhard Hackbarth sich bei der Eröffnung über den „neuen Ort der Begegnung für den Stadtteil“ freute.

Auch Ute Skalik (SPD), Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Nordwest, und der frühere Tankstellen-Betreiber Andreas Genther, der die Fläche nun „gerne zur Verfügung stellt“, gaben ihre besten Wünsche mit auf den Weg.

Initiatorin freut sich über „zahlreiche Unterstützer“

Die Lesser Kindergartenkinder brachten eigene Bücher für das Regal mit und bekamen dafür kleine Überraschungspakete, dazu gab es ein Kuchenbüfett und einen Vorlese-Pavillon auf dem Hof der angrenzenden Kirche St. Peter und Paul.

Angelika Müller hatte im vergangenen November über den lokalen Gemeindebrief um Unterstützung für ihre Bücher-Idee gebeten – und freute sich nun über die „zahlreichen Unterstützer“. Die „Tankstelle“ ist erst der zweite öffentliche Bücherschrank in Salzgitter.

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