Salzgitters Busfahrer fordern mehr Geld

Verdi-Organisierte protestieren vor der KVG in Salzgitter.

Verdi-Organisierte protestieren vor der KVG in Salzgitter.

Foto: Verdi Süd-Ost-Niedersachsen

Salzgitter.  Verdi-Organisierte übergeben einen offenen Brief an die KVG. Schon zweimal haben sie gestreikt.

Etwa ein Dutzend Verdi-Aktive bei der Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) Braunschweig hat am Dienstag vor dem KVG-Betriebshof in Salzgitter einen offenen Brief an Geschäftsführer Axel Gierga übergeben. Das teilt die Gewerkschaft Verdi mit. In dem Brief fordern die Beschäftigten eine Tariferhöhung.

Schon zweimal wurde bei der KVG Braunschweig im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen gestreikt und die Busse standen still. Trotz Schlichtung bewege sich immer noch nichts, so Verdi in der Mitteilung. Die KVG-Beschäftigten bringen in dem offenen Brief ihre Enttäuschung zum Ausdruck: „Die letzte Erhöhung unserer Tabellenentgelte war am 1. Juni 2019. Aufgrund der Corona-Pandemie sind wir dem Unternehmen entgegengekommen und haben in der aktuellen Tarifrunde eine Einmalzahlung für sechs Monate akzeptiert. Aber Einmalzahlungen helfen immer nur kurzfristig, sie haben keine Wirkung für die Zukunft.“

Das Angebot der Arbeitgeberseite ist für die Beschäftigten unzureichend

Weiter heißt es: „Wir fühlen uns von der Entwicklung in anderen, vergleichbaren Tarifbereichen abgehängt. Ein monatliches Einstiegsentgelt von rund 2300 Euro brutto wird der Verantwortung und den schwierigen Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen, zum Beispiel im Fahrdienst, nicht im mindesten gerecht.“

Unter anderem geht es den Arbeitnehmern um eine Erhöhung des Stundenlohns um drei Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren, die KVG biete aber nur „geringe Erhöhungen mit einer Laufzeit von insgesamt 36 Monaten“ an.

Die KVG befördert laut ihrer Homepage – außerhalb von Corona-Zeiten – mit rund 185 Bussen jährlich bis zu 13 Millionen Fahrgästen in Salzgitter, Wolfenbüttel, Helmstedt und dem Harz. Sie hat mehr als 400 Beschäftigte.

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