Redaktionsleiter Jürgen Stricker verlässt Salzgitter-Zeitung

Salzgitter.  Jürgen Stricker wird stellvertretender Chefredakteur an der Küste – OB Klingebiel: Sie haben sich auf Salzgitter eingelassen.

Zur verabschiedung des Redaktionsleiters der Salzgitter Zeritung, Jürgen Stricker (Dritter von rechts) unter Corona-Bedingungen waren die Redaktionskollegen dabei: Armin Maus (Chefredakteur Braunschweiger Zeitung), von links), Verena Mai, Mcihael Kothe, Christian Klose (stellv. Chefredakteur), Erik Westermann, Marvin Weber sowie Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel.

Zur verabschiedung des Redaktionsleiters der Salzgitter Zeritung, Jürgen Stricker (Dritter von rechts) unter Corona-Bedingungen waren die Redaktionskollegen dabei: Armin Maus (Chefredakteur Braunschweiger Zeitung), von links), Verena Mai, Mcihael Kothe, Christian Klose (stellv. Chefredakteur), Erik Westermann, Marvin Weber sowie Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel.

Foto: Stefan Lohmann

Jürgen Stricker hat allen Grund zur Freude: Er macht nach Stationen als Assistent der Chefredaktion, als Lokalchef der „Gifhorner Rundschau“ und der „Salzgitter Zeitung“ den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Der Emsländer wird stellvertretender Chefredakteur der Zeitungsgruppe Ostfriesland, die ihren Sitz in Leer hat.

Wir als gute Kollegen freuen uns für ihn. Aber wir wollen auch nicht verschweigen: Wir bedauern sehr, einen Journalisten ziehen zu lassen, mit dem wir seit 2011 durch dick und dünn gegangen sind, den wir für seine Freundlichkeit, Professionalität und Ausdauer, für seine kreativen Ideen und seine Liebe zu den Lesern schätzen gelernt haben.

Jürgen Stricker gehört zu denen, die beruflichen Erfolg weniger in Euro als in Entwicklungschancen messen. Er kam in unsere Redaktion, weil er das Konzept der Bürgerzeitung kennenlernen, weil er die Arbeit einer Chefredaktion verstehen wollte. Er bewährte sich glänzend und bewies, dass besonders gute Journalisten stets nach eigenen Wegen suchen. In Gifhorn machte er den Dialog zwischen Religionen und Kulturen zum großen Thema, als in Deutschland gerade die Ab- und Ausgrenzer die Diskussion bestimmten. In Salzgitter entdeckte er die romantischen Seiten der Salzgitteraner und scheute sich auch nicht, von Themen zu berichten, über die sonst getuschelt wird.

Er wird uns fehlen. Und deshalb ist es gut zu wissen, dass Jürgen Stricker auch uns vermissen wird. So sagte er es gestern bei einer Verabschiedung, die wegen Corona im kleinen Kreis stattfinden musste. In „seinen“ Redaktionen arbeitete er mit exzellenten Journalisten zusammen. Nur mit ihnen gemeinsam habe er für die Leser etwas erreichen können, sagte er. Und: „In Salzgitter sind viele Freundschaften entstanden. Schon deshalb werde ich gern immer wieder nach Salzgitter zurückkommen.“ Jürgen Stricker ist sich mit Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel einig, den wir stellvertretend für Hunderte von Gesprächspartnern eingeladen hatten: Diese Stadt ist etwas Besonderes. „Wenn man sich auf die Menschen einlässt, dann spüren sie es und geben sehr viel zurück“, sagte Klingebiel und bestätigte Jürgen Stricker, dass er sich Wertschätzung und Sympathie erworben habe.

Christian Klose, Stellvertreter des Chefredakteurs, übernimmt mit der stellvertretenden Redaktionsleiterin Verena Mai zunächst die Leitung der „Salzgitter Zeitung“. Mit dem Team, das weiter aus vier Redakteuren bestehen wird, will er die „Salzgitter Zeitung“ zur Pilotredaktion für einen Journalismus machen, der für ein sehr gutes gedrucktes Blatt, aber auch für exzellenten Digitaljournalismus steht.

Jürgen Stricker wird unsere Fortschritte von Leer aus aufmerksam verfolgen. Und das ist keine leere Behauptung, wie jeder weiß, der Jürgen Stricker kennt.

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