Vatertag am Salzgittersee absolut friedlich

Salzgitter.  Total entspannt lief der Vatertag in Salzgitter ab. Es gab nur einen kleinen Einsatz in einer Gastronomie – und abends rückte die Feuerwehr aus.

Der Vatertag war ein Traumtag für diese vier Freunde: Willi und Brigitte Lintel (beide links) trafen sich an Christi Himmelfahrt mit ihren Freunden Uwe und Gabi Schwarzbach am Salzgittersee und genossen bei herrlichem Sonnenschein Cocktails.

Der Vatertag war ein Traumtag für diese vier Freunde: Willi und Brigitte Lintel (beide links) trafen sich an Christi Himmelfahrt mit ihren Freunden Uwe und Gabi Schwarzbach am Salzgittersee und genossen bei herrlichem Sonnenschein Cocktails.

Foto: Jürgen Stricker

Die zahlreichen Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt hatten an Christi Himmelfahrt in Salzgitter nicht viel zu tun. „Sie sehen, was hier los ist: nichts“, sagte etwa Frank Datko, Einsatzleiter der Polizei, beim Blick auf den Salzgittersee.

Wobei: Ganz stimmt es nicht, dass nichts los war am See: Am Abend gab es in der Reppnerschen Bucht noch einen kleinen Flächenbrand, den die Feuerwehr schnell löschen konnte. Und tagsüber kamen Hunderte Menschen zu dem beliebten Ausflugsziel im Norden der Stadt. Aber eben nicht die sonst an Vatertag so typischen Gruppen mit Bollerwagen und viel Alkohol an Bord. „Ganz vereinzelt habe ich Menschen mit einer Flasche Bier in der Hand gesehen“, so Datko.

Wenn es sonst so ist, dass die Polizisten auf die Menschen zugehen und sie auf mögliches Fehlverhalten hinweisen, war es in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt so, dass Bürger eher auf die Beamten zukamen. Vor allem, um sich zu den aktuell in Corona-Zeiten geltenden Regelungen auszutauschen. Vielen Bürgern sind Details dazu nämlich nicht ganz klar, da es zuletzt regelmäßig Veränderungen und Lockerungen gegeben hat. Nur in wenigen Ausnahmefällen gab es Ansprachen durch Polizei oder Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Wenn beispielsweise Menschen ein Picknick auf einer Decke ausbreiteten. Das ist nämlich untersagt.

Nicht nur am See, auch rund um den Burgberg in Lichtenberg und am Rosengarten in Salzgitter-Bad, sonst sehr beliebte Ziele für Vatertagsgänger, herrschte Ruhe und Ordnung. Einmal musste die Polizei allerdings doch einschreiten, wenn auch bei einem recht harmlosen Fall: Betreiber einer Gaststätte in Lebenstedt mussten darauf hingewiesen werden, dass Tische und Stühle nicht im richtigen, vorgeschriebenen Abstand aufgestellt waren. Das Problem war aber schnell aus der Welt geschafft. Die Polizei konnte ihren Salzgitteraner Vatertagssondereinsatz mit verstärktem Personalaufgebot schließlich sogar frühzeitig um 18 Uhr beenden.

Für Willi und Brigitte Lintel sowie ihre Freunde Uwe und Gabi Schwarzbach war der Himmelfahrtsausflug an den Salzgittersee ein entspanntes Unterfangen. Sie freuten sich, dass es möglich war, in der Strandbar kühle Cocktails und Bier zu bekommen und die Getränke bei herrlichem Sonnenschein und unter Einhaltung der Sicherheitsabstände genießen zu können. Die Regelungen zum Abstandhalten können die Freunde im Alter zwischen 63 und 78 Jahren gut nachvollziehen und halten sie für richtig.

Dennoch stellt die Corona-Zeit die vier hart auf die Probe. „Wir können uns nicht mehr in den Arm nehmen“, bedauert Gabi Schwarzbach. „Und was ganz schlimm ist, dass ich zu meinem achtjährigen Enkelkind Abstand halten muss.“ Wenn aber eine zweite Infektionswelle verhindert werden könne, sei das eben der Preis, der in Kauf genommen werden müsse.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder