Großfeuer in Salzgitter-Bad: Wohnung und Stall zerstört

Salzgitter-Bad.  Am frühen Samstagmorgen ist in der Galbergstraße ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr rettet 20 Hühner aus einem Stall.

Am frühen Samstagmorgen ist in Salzgitter-Bad ein Feuer ausgebrochen.

Am frühen Samstagmorgen ist in Salzgitter-Bad ein Feuer ausgebrochen.

Foto: Rudolf Karliczeck

Die Gebäude auf dem Grundstück Galbergstraße 11, auf dem sich auch das Sammelbecken der historische Albrechtquelle befindet, sind am Samstagmorgen vollständig abgebrannt. Dabei handelt es sich um eine Baracke mit einer 100 Quadratmeter großen Wohnung im vorderen Teil an der Straße und in der Verlängerung um einen Stall- und Werkstattbereich, der teilweise gemauert war. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Die Bundesstraße 248, die in diesem Teil parallel zur Galbergstraße verläuft, war bis 9 Uhr gesperrt. Damit waren auch die Auf- und Abfahrt auf die Bundesstraße 6 dicht. Im Stall befanden sich nach Angabe des Besitzers 20 Hühner, die die Einsatzkräfte vor dem Verbrennen retteten. „Das war gar nicht so einfach, denn die Tiere wollten immer wieder zurück“, berichtete ein Feuerwehrmann.

Der Alarm ging bei Feuerwehr und Polizei gegen 4.20 Uhr ein. „Es gab mehrere Anrufer“, sagte Lagedienstführer Torsten Preuß. Als dann die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannten der Gebäudekomplex schon in voller Ausdehnung, berichtete er. Die Flammen schlugen hoch und waren auf der Bundesstraße 6 von weitem zu sehen.

Für die Feuerwehr galt es zunächst das Feuer so zu sichern, dass Schaden für die Nachbargebäude verhindert wird, erklärte Preuß. Das geschah mit dem Löscheinsatz an der Giebelfront des brennenden Gebäudes. Die Wasserversorgung erfolgte über den nahen Hydranten. Zur Vorsicht ließ Einsatzleiter Markus Hugot eine Leitung vom nahen Teich des Tagebaus Finkenkuhle bis zum Brandherd legen.

Im Einsatz waren insgesamt 70 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehren, der Wehren aus Salzgitter-Bad, Hohenrode und Gitter, der Wasserförderzug aus Thiede und die Atemschutzwehren aus Gebhardshagen und Ringelheim. Gelöscht wurde sowohl mit Wasser wie auch mit Schaum − vor allem bei den Nachlöscharbeiten.

„Das geschieht, um einen besseren Löscheffekt zu erzielen“, sagte Einsatzleiter Michael Sadowski, bevor er mit den letzten Fahrzeugen kurz nach 12 Uhr abrückte. Zurück blieb die Wehr Salzgitter-Bad als Brandsicherheitswache, um Glutnester rechtzeitig zu löschen. Um 15 Uhr wurde die Brandstelle noch einmal untersucht, danach der Polizei übergeben. Zur Brandursache gab es noch keine Informationen.

Das mit viel Müll und alten Geräten vollgestopfte Gelände hat einen interessanten historischen Hintergrund: Hier befindet sich das noch intakte Wasserbecken der früheren Albrechtquelle. Das Wasser wurde in den Jahren von 1907 bis 1930 vom Grundstückbesitzer Albrecht zur Herstellung des Albrechtquells und des Albrechtsprudels genutzt.

Bei Hapag Lloyd soll das Wasser getrunken worden sein, ist im Salzgitter-Jahrbuch 1980 nachzulesen. Außerdem hatte 1988 Heilpraktiker Manfred Köhnlechner sein Original Köhnlechner Quellwasser aus der Albrechtquelle abfüllen lassen. Doch die Quelle war nicht ergiebig genug und musste eingestellt werden.

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