„Sie werden gebraucht und können etwas“

Hildesheim.  Gelebte Integration: Sportregion Hildesheim-Peine-Salzgitter bildet Menschen in schweren Lebenslagen aus.

Pilotausbildung für die „Sportregion KSB Hildesheim-KSB Peine-KSB Salzgitter“

Pilotausbildung für die „Sportregion KSB Hildesheim-KSB Peine-KSB Salzgitter“

Foto: Privat

Der Kreis-Sport-Bund Hildesheim unterstützt innerhalb der „Sportregion KSB Hildesheim, KSB Peine, KSB Salzgitter“ mit der diesjährigen Pilotausbildung von langzeitarbeitslosen Menschen, Flüchtlingen, Migranten und Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen, Sportvereine und gemeinwohlorientierte Organisationen. Dazukommen staatliche und kommunale Einrichtungen beim Auf- beziehungsweise Ausbau von sportlichen Bewegungs- und Gesundheitsangeboten für alle Altersgruppen.

Die Bildungsinhalte der diesjährigen, zielgruppenspezifischen Übungsleiter-C-Lizenzausbildung Breitensport wurden für die 14 Lehrgangsteilnehmer (neun Frauen und fünf Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren aus fünf verschiedenen Nationen) nach einem modularen System vermittelt und speziell auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der angesprochenen Zielgruppe ausgerichtet. Die Inhalte stellen somit für die Menschen aus Syrien, Serbien, Sudan, Irak und Deutschland nicht nur ein Instrument zur sozialen Integration, sondern auch einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit dar. Mit dem Erwerb einer sinnstiftenden und gemeinwohlorientierten Qualifikation wird neben der Verbesserung der individuellen, gesundheitlichen und psychosozialen Situation der hier lebenden Mitbürger auch eine verbesserte Teilhabe und Teilnahme am sozialen Leben erreicht.

„Schließlich leisten wir im Sport durch die Hilfe zur Selbsthilfe einen wichtigen integrativen Beitrag zur Bürgergesellschaft und zeigen den Teilnehmern auf, dass sie etwas können und gebraucht werden und ihre Anstrengung sich lohnt“, betont Ralf Klemm, der die Ausbildung in Hildesheim zusammen im Team mit sieben weiteren Referenten durchgeführt hat. Ein Geben und Nehmen.

Der Kreis-Sport-Bund Hildesheim versteht sich hierbei auch als sozialer Bildungspartner in einer regionalen Bildungslandschaft und unterstützt mit seinen zielgruppenspezifisch ausgerichteten, sportpraktischen Qualifizierungsmodulen die Vernetzung der unterschiedlichen Bildungsformate innerhalb der Sportregion.

Denn gute und Ethnien übergreifende Bildung braucht viele Partner, und hier kann der Sport als weicher Standortfaktor für die gesamte Sportregion einen wichtigen Beitrag zur Identifikation, zur sozialen Heimat sowie zur sportiven Freizeitgestaltung der Zielgruppen leisten, indem er beitragendes Sozialverhalten fördert und auch einfordert.

In enger Zusammenarbeit mit den Jobcentern in den Landkreisen Hildesheim und Peine wurde die diesjährige zielgruppenspezifische Übungsleiter-C-Lizenzausbildung Breitensport im Umfang von 130 Lerneinheiten erstmals im Kreis-Sport-Bund Hildesheim angeboten. Die Kreis-Sport-Bünde beabsichtigen die qualifizierten Übungsleiter aus den zehn Sportvereinen über ihre Servicestellen zur Integration gezielt auch an andere Organisationen als Starthelfer zu vermitteln, die bereits über integrative Angebote im Sport verfügen oder diese neu aufbauen wollen wie Vereine, Ganztagsschulen, Kindergärten, Verbände, Organisationen und weitere gemeinwohlorientierte Einrichtungen. „Strukturelle, kulturelle, soziale und identifikatorische Integration versehen wir innerhalb der Sportregion als dauerhafte, sportpolitische und gesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung, die wir seit Jahren schon durch vielfältige Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie zielgruppenspezifische Projekte und Veranstaltungsformate erfolgreich unterstützten“, so berichtet abschließend der Leiter der diesjährigen Ausbildung Ralf Klemm.

Die nächste Ausbildung findet im Herbst 2019 in Peine statt. Hierzu können sich interessierte Zielgruppenteilnehmer unter
(05171) 2 97 92 02

bereits jetzt schon vormerken lassen und sich informieren.

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