Schacht Konrad: Umweltschützer wollen protestieren

Salzgitter.  Umweltschützer haben für Freitag zu einer Kundgebung gegen das geplante Atommüll-Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter aufgerufen.

Der Schacht Konrad bei Salzgitter wird derzeit zum Atommüll-Endlager ausgebaut.

Der Schacht Konrad bei Salzgitter wird derzeit zum Atommüll-Endlager ausgebaut.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Umweltschützer haben für Freitag, 31. August, zu einer Kundgebung gegen das in Bau befindliche Atommüllendlager Schacht Konrad in Salzgitter aufgerufen. Eine „Mobile Atomaufsicht“ werde die Schachtanlage ab 15 Uhr inspizieren, teilte die atomkraftkritische Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad am Donnerstag mit. Jugendliche der Industriegewerkschaft Metall bereiteten weitere Aktionen vor.

Die Atomkraftgegner reagieren damit nach eigenen Angaben auf den Besuch von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) im Schacht Konrad am 8. August. Dabei hatte er sich hinter die Planungen für das Endlager gestellt. Er halte das Konzept für durchdacht. Lies habe mit seinen Äußerungen „eine Rolle rückwärts in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts“ vollzogen, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. „Alles sicher, alles gut, von Problemen keine Spur.“ Die Kundgebung am Freitag solle zeigen, „dass Herr Lies sich irrt“.

Die Inbetriebnahme des Endlagers Konrad sei inzwischen auf 2027 verschoben worden, sagte ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft. Das Vorhaben dauere immer länger und werde dadurch ständig unsicherer. Es sei „absurd und gefährlich, dass an einem falschen und offensichtlich nicht umsetzbaren Projekt festgehalten wird, nur weil es dafür eine Genehmigung gibt“. Im ehemaligen Eisenerzbergwerk Konrad in Salzgitter sollen bis zu 303 000 Kubikmeter schwach und mittelradioaktive Abfälle eingelagert werden. epd

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder