68-Jähriger muss nach Schüssen in Silvesternacht vor den Haftrichter

Salzgitter  Ein 12-jähriges Mädchen ist in der Silvesternacht von einem Projektil getroffen und notoperiert worden. Ein 68-Jähriger muss vor den Haftrichter.

In der Neujahrsnacht haben mehrere Personen das neue Jahr mit Schüssen aus Waffen begrüßt. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde angeschossen.

In der Neujahrsnacht haben mehrere Personen das neue Jahr mit Schüssen aus Waffen begrüßt. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde angeschossen.

Foto: Rudolf Karliczek

Ein 12-jähriges Mädchen ist im Salzgitteraner Stadtteil Thiede von einem Projektil getroffen und schwer verletzt worden: Mehrere Männer sollen in der Silvesternacht in umittelbarer Nähe mit Pistolenschüssen das neue Jahr begrüßt haben. Das Kind wurde im Oberkörper getroffen. Es musste in einem Krankenhaus notoperiert werden. Das Mädchen schwebt nach Auskunft von Salzgitters Polizeisprecher Matthias Pintak nicht in Lebensgefahr. Ein 68-jähriger Mann wird unterdessen am morgigen Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Die Polizei erfuhr erst im Krankenhaus von der Verletzung durch eine Waffe. „Danach lief umgehend der gesamte Polizeiapparat an“, sagte Pintak. Aufgrund von Zeugenaussagen ermittelten seine Kollegen zügig drei Tatverdächtige, die sich in der Nähe des Tatortbereichs aufhielten und nahm sie umgehend fest. Nach mehrstündigen Befragungen von Zeugen wie auch den drei Tatverdächtigen, ließ die Polizei am späten Montagnachmittag zwei Verdächtige gehen.

Der Bereich um die Diesterwegstraße, wo sich die Tat ereignete, war bis in die frühen Nachmittagstunden des Neujahrstages weiträumig abgesperrt. Die Polizei war noch in der Nacht mit Spürhunden angerückt, die nach Munition suchten. Nach Informationen unserer Zeitung fanden sich auf der Straße im abgesperrten Bereich rund um eine Sportsbar zahlreiche Patronenhülsen. Anwohner sagten gegenüber unserer Zeitung, dass ab kurz vor Mitternacht „herumgeballert“ worden sei. Einige Projektile sollen auch in angrenzende Häuser eingedrungen sein. Details dazu, welche Art von Waffen genutzt wurden, stehen noch nicht fest. Ebenso wenig, ob eine scharfe Waffe eingesetzt worden ist. Auch weitere Informationen zu dem 68-Jährigen sind derzeit nicht bekannt.

Bereits die Thieder Silvesternacht von 2016 auf 2017 hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Zwei ehrenamtliche Feuerwehrleute (33 und 28 Jahre alt), die nicht im Einsatz waren, wollten ihren Kameraden in der Nähe des Feuerwehrhauses zur Hilfe eilen und wurden verprügelt. Einer der beiden leidet bis heute unter den Spätfolgen. Unbekannte hatten ihm unter anderem mehrfach das Sprunggelenk gebrochen. Die Täter konnten nie ermittelt werden, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren im Mai ein.

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