Ein Unikat kehrt aus Italien zurück

Der Salzgitteraner "Hüttenflitzer" in seinem italienischen Exil. 1992 wurde er hier außer Dienst gestellt und in Pont/Canavese abgestellt.

Der Salzgitteraner "Hüttenflitzer" in seinem italienischen Exil. 1992 wurde er hier außer Dienst gestellt und in Pont/Canavese abgestellt.

Foto: VPS 

Vom alten Glanz ist heute nicht mehr viel übrig. Im Gegenteil. Graffitis zieren das Äußere des als "Hüttenflitzer" bezeichneten silbernen Dieseltriebzuges, der in vielen in Salzgitter noch heute ein Begriff ist.

Der Zug pendelte über viele Jahre täglich zwischen Salzgitter-Bad, Lebenstedt und den Stahlwerken. Zahlreiche Stahlarbeiter haben den Zug genutzt, um zu ihrer Arbeit zu gelangen. Aber auch die Schüler der Berufsschule Hallendorf fuhren damals mit dem Zug. So wie die Ringelheimer Werner Giesemann und Bernd Radue. "Drei Jahre bin ich beinahe täglich mit ihm zur Berufsschule gefahren", sagt Giesemann. Das sei inzwischen über 40Jahre her. Das dieses Unikat nun wieder in Salzgitter ist, freue die beiden Männer.

"Wir haben den Zug ausschließlich aus unternehmenshistorischen Gründen zurückgeholt", sagt Peter Vogel, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter (VPS) auf Anfrage der Salzgitter Zeitung. Gefunden wurde der einzigartige Zug in Italien, wo er 1992 außer Dienst gestellt wurde. Über die künftige Verwendung des Zuges gebe es bislang noch keine Entscheidungen. "Zunächst gilt es, den Zug zu reinigen und ansatzweise in den Originalzustand zu versetzen", sagt Vogel.

Spekulationen, dass die Verkehrsbetriebe den Personenverkehr wieder aufnehmen könnten, sieht er als unwahrscheinlich an. "Der Aufwand, den Zug technisch den heutigen Anforderungen anzupassen, erscheint unverhältnismäßig hoch." Hinzu komme, dass nur wirkliche Eisenbahnfans auf heute übliche Standards verzichten würden.

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