Netto-Markt in Vechelde schließt für immer

Vechelde.  Die Gemeinde und der Gebäudeeigentümer sind aber miteinander im Gespräch, um dort wieder einen Lebensmarkt anzusiedeln.

Am Samstag hat der Netto-Markt an der Hildesheimer Straße in Vechelde seinen letzten Verkaufstag: Danach schließt der Supermarkt ein für alle mal.

Am Samstag hat der Netto-Markt an der Hildesheimer Straße in Vechelde seinen letzten Verkaufstag: Danach schließt der Supermarkt ein für alle mal.

Foto: Archiv

Für die Menschen in der Nachbarschaft ist es ein echter Schlag ins Kontor: Am Samstag hat der Netto-Markt an der Hildesheimer Straße in Vechelde seinen letzten Verkaufstag – danach schließt er für immer seine Türen.

„Ein Lebensmittelgeschäft in dieser zentralen Ortslage in Vechelde halte ich aber für unbedingt notwendig“, sagt eine Kundin des Netto-Markts, deren Namen der Redaktion bekannt ist. Denn das Einkaufszentrum zwischen Peiner Straße und Bodelschwinghstraße in Vechelde sei zu Fuß nicht so schnell erreichbar, zudem sehr weitläufig. „Und als Fußgänger zwischen den vorrangig für Autos gebauten Außenflächen/ Parkplätzen ist es in dem Einkaufszentrum oft unangenehm und auch gefährlich“, bedauert die Vechelderin: „Zusammengefasst: Viele Vechelder beziehungsweise Kunden bedauern die Netto-Schließung und hoffen, dass bald ein neues Lebensmittelgeschäft an gleicher Stelle eröffnet.“

Das sieht die Vechelder Gemeindeverwaltung genauso und handelt entsprechend. Netto ist Mieter des Gebäudes an der Hildesheimer Straße, und Bürgermeister Ralf Werner versichert: „Wir sind mit dem Hauseigentümer im Gespräch.“ Das Interesse der Verwaltung sei eindeutig, dort wieder einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln – ein Wunsch, dem der Eigentümer laut Werner nicht abgeneigt sei. Ein solcher Supermarkt in zentraler Einkaufslage in Vechelde sei „erforderlich, um den Bereich Hildesheimer Straße zu stärken und zu stützen“, unterstreicht der Verwaltungschef.

Da die Gemeinde hier weder Gebäudeeigentümer, noch Vermieter oder Betreiber sei, sind „unsere Möglichkeiten aber begrenzt“, räumt Werner ein: „Wir sprechen jedoch mit dem Eigentümer und stellen den Kontakt her zu möglichen Marktbetreibern.“ Außer dieser moderierenden Rolle werde die Gemeinde in jedem Fall bei Bedarf die planrechtlichen Voraussetzungen für bauliche Veränderungen am Netto-Gebäude schaffen wollen. Werner: „Es kann sein, dass ein Nachfolger das Gebäude eins zu eins übernimmt; es kann aber auch sein – was ich für wahrscheinlicher halte –, dass der Nachfolger bauliche Veränderungen wünscht.“

In diesen Zusammenhang passt das, was Netto-Sprecherin Pia Schumacher sagt: „Da die Netto-Filiale in Vechelde nicht mehr unserem modernen Netto-Konzept hinsichtlich der Größe entspricht, ist der letzte Verkaufstag der Filiale am Samstag.“ Nach ihren Worten gibt es diesen Markt dort seit 1993. Für die Zukunft verweist die Sprecherin auf den Netto-Markt in Lamme. Wie viele Mitarbeiter hat Netto in Vechelde, und was wird aus ihnen nach der Schließung? Auf diese Fragen antwortet Pia Schumacher: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zur Mitarbeiter- und Einsatzplanung in unseren Filialen aus internen sowie aus Wettbewerbsgründen grundsätzlich nicht öffentlich äußern.“

Ungeachtet dessen scheint es zu klappen mit einer Gewerbeansiedlung auf der Freifläche an der Niemodlinstraße/Am Mühlenberg in Vechelde (nördlich Fitnessstudio Garry van den Beek/Physiotherapiepraxis Saskia van de

Beek): Näheres dazu will die Gemeindeverwaltung aber erst in ein paar Wochen mitteilen. Der Gemeinderat hat für diese Freigelände bereits einen Bebauungsplan beschlossen: Demnach ist dort eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern möglich. Im Gespräch ist an der Stelle bereits seit Jahren die Niederlassung eines Elektromarkts.

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