Carportbrand in Sonnenberg: Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Sonnenberg  57 Kräfte aus mehreren Ortswehren sind am Samstag stundenlang im Einsatz, um ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude abzuwehren.

Nur durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehren konnte bei dem Brand in Sonnenberg ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude verhindert werden.

Nur durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehren konnte bei dem Brand in Sonnenberg ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude verhindert werden.

Foto: Feuerwehr

. Das hätte übel enden können, und deshalb spricht der Sonnenberger Ortsbrandmeister Andreas Thöne ein ganz dickes Lob aus: „Was die Feuerwehren geleistet haben, war super – darauf können wir stolz sein.“ Am Samstag ist um 3.10 Uhr ein Carport mit drei PKW an der Alten Kreisstraße in Sonnenberg in Flammen aufgegangen; nur durch das schnelle Eingreifen mehrerer Ortswehren ist ein vollständiges Übergreifen des Feuers auf nahegelegene Gebäude verhindert worden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus: „Vermutlich haben unbekannte Täter das Carport in Brand gesetzt.“

Dieses Bauwerk mit den drei Autos konnten die Feuerwehren zwar nicht mehr retten: Als sie vor Ort ankamen, befanden sich das Carport und die Wagen bereits im Vollbrand. Allerdings hat eine Feuerausweitung auf eine angeschlossene Fachwerkscheune gedroht – das haben die Wehren abwehren können. „In der Scheune befinden sich Stroh und mindestens ein Campingwagen“, schildert Thöne – ein Übergreifen der Flamme auf dieses Gebäude hätte daher verheerende Folgen gehabt. Durch den Einsatz sei es aber dabei geblieben, dass an der Scheune nur ein paar Balken angekohlt worden seien.

Durch die starke Hitzeeinwirkung sind laut Polizei zudem acht Fensterscheiben am gegenüberliegenden Wohnhaus zersplittert. „Dabei handelt es sich um Doppelverglasungen alter Bauart“, ergänzt Thöne. Die äußeren Fensterscheiben seien kaputt gegangen. Die Polizei hat am Wochenende noch keine genaue Schadensangaben gemacht, in Feuerwehrkreisen wird als Schadenshöhe aber ein niedriger sechsstelliger Euro-Betrag angenommen. Menschen wurden durch den Brand nicht verletzt.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Sonnenberg, Wedtlenstedt, Vechelde/Wahle, Groß Gleidingen und Denstorf/Klein Gleidingen mit insgesamt 57 Mitgliedern. „Trotz der Dunkelheit konnten die anrückenden Kräfte bereits von der Bundesstraße 1 aus die Rauchsäule über Sonnenberg erkennen“, sagt Michael Hanne, Ortsbrandmeister der Ortswehr Vechelde/Wahle, die mit der Drehleiter angerückt ist. Die Einsatzleitung in Sonnenberg hatte Robert Weber, stellvertretender Ortsbrandmeister in Sonnenberg, inne.

Zu dem Brandort sagt Thöne, der selbst nicht im Einsatz gewesen ist, es handele sich dabei um einen (ehemaligen) Bauernhof mit alten Fachwerkgebäuden. „Wir als Feuerwehr Vechelde/Wahle haben die Aufgabe übernommen, von einem benachbarten Pferdehof aus die Brandbekämpfung vorzunehmen“, berichtet Hanne: „Von hier aus konnten wir insbesondere den bereits brennende Dachüberstand der Scheune ablöschen.“ Der Löschangriff habe aber über eine tiefmatschige Pferdekoppel vorgetragen werden müssen.

Thöne zufolge haben die letzten Feuerwehrkräfte am Samstag etwa um 7 Uhr den Brandort verlassen: „Anwohner haben sich bei uns bedankt für den Einsatz – sie meinten, es sei phänomenal, was wir als Freiwillige Feuerwehren zu leisten imstande seien.“

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