Wierther Energie-Mix mit globaler Note

Wierthe  Hubertus Heil besucht das Energie-Forschungszentrum.

In dem Solarherd brutzelte eine Suppe, die sichDr. Nasir El Bassam (Vierter von rechts) mit seinen Gästen schmecken ließ .

In dem Solarherd brutzelte eine Suppe, die sichDr. Nasir El Bassam (Vierter von rechts) mit seinen Gästen schmecken ließ .

Foto: Jörg Kleinert

Das Vorhaben ist klar: In Wierthe, auf dem früheren Zuckerfabrik- und heutigen Solarpark-Gelände, entsteht eine sogenannte „Integrierte Energiefarm“. Federführend ist das internationale Forschungszentrum für Erneuerbare Energien (IFEED), das 1999 als gemeinnützige Forschungsorganisation mit Unterstützung der Uno vom heutigen ehrenamtlichen Leiter Dr. Nasir El Bassam in Dedelsdorf (Kreis Gifhorn) gegründet wurde.

Das Ziel des Vorhabens ist aufzuzeigen, dass es mittels deutscher, innovativer Technologien möglich ist, eine gesunde wirtschaftliche Grundlage zu gestalten, ohne den Gedanken der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft zu verletzen. „Es ist ein Instrument gegen Armut und Flucht“, sagt El Bassam. Das Konzept der „Integrierten Energiefarm“ basiert darauf, Nahrungsmittel und Energie in den ländlichen Räumen autark und nachhaltig zu produzieren.

Doch das IFEED verfolgt auch einen globalen Ansatz. Es möchte sein Konzept transportieren in andere Länder. Erste Erfolge gibt es. Inzwischen wurden in mehreren Ländern wie Spanien, Bulgarien und Iran Planungen zum IEF durchgeführt. Inspiriert von diesen Überlegungen entstand etwa das Bioenergiedorf in Jühnde bei Göttingen. „Wir brauchen Hilfe, allein ehrenamtlich ist es nicht zu schaffen“, sagte El Bassam. Es fehle dem Verein vor allem das Geld. Und so lud El Bassam am Dienstagnachmittag den SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Hubertus Heil, nach Wierthe ein.

„Der Weg in die Welt geht nur über den Bund und Berlin“, sagte bei dem Treffen Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner. „Versprechen kann ich nichts, schon gar kein Geld“, sagte Heil. „Ich kann aber der Türöffner sein.“ Er wolle beim Land werben, aber auch an Türen auf Bundesebene klopfen, um das Wierther Energieprojekt publik zu machen. Heil: „Durch die Tür durchgehen müssen sie aber selbst.“

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