Vechelde. Rechnung nach drei Jahren?! Es gibt Gründe, warum eine Verwaltung langsam arbeitet. Verständnis ist nur möglich, wenn man diese nennt.

Die Verwaltung der Gemeinde Vechelde hat im Fall von August Siemens aus Denstorf wahrscheinlich korrekt gehandelt, aber zu langsam gearbeitet. Den Schaden hat nun ein 88 Jahre alter Bürger der Gemeinde, dessen Versicherung wegen Verjährung nicht zahlt. Eine Erklärung dafür steht ihm zu, doch die lehnt die Verwaltung derzeit ab.

Sich dabei hinter dem „laufenden Verfahren“ zu verstecken, das der Sohn von August Siemens erst vor wenigen Tagen in die Wege geleitet hat, ist ein ganz dünnes Brett, das die Verwaltung bohrt. Erläuterungen, wie es dazu kam, dass der Gebührenbescheid für einen Feuerwehreinsatz erst mehr als drei Jahre danach zugestellt wird, sind jetzt möglich und nötig.

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Andere Bürger und Wähler werden mit Interesse beobachten und aufmerken, ob nicht auch ihnen ein Schaden entsteht, weil die Verwaltung der Gemeinde Vechelde ihre Arbeit zu langsam macht. Dabei kann es dafür durchaus Gründe geben: hoher Krankenstand, Personalmangel, Fehler in Ablauf und Organisation, Missverständnisse.

Ob die Personalplanung in der Verwaltung der Gemeinde Vechelde an der Realität vorbeigeht, ist zu prüfen. Die SPD im Rat der Gemeinde Vechelde, besonders die „M&Ms“ (Olaf Marotz, Romec Manns), zeigen gerne und bei vielen Gelegenheiten auf Gemeinde-Bürgermeister Tobias Grünert. Ihr Vorwurf: Er habe seine Verwaltung nicht mehr im Griff, was zulasten der Bürger gehe.

Welche Fehler in der Vergangenheit, also vor dem schwer traumatisierenden Machtverlust der SPD bei der jüngsten Kommunalwahl gemacht wurden, ist auch zu prüfen. Das könnten die berühmten drei Finger sein, die auf sich selbst zeigen, wenn der Zeigefinger auf andere zielt.

Grundsätzlich bleibt es aber dabei: Solch hohe Rechnungen müssen dem Bürger zeitnah zugestellt werden. Und: Wer sich nicht erklärt, darf kein Verständnis erwarten.