Peine. Auch im Landkreis Peine bekamen am „Zukunftstag“ Schülerinnen und Schüler Einblicke in diverse Berufe in Firmen oder Verwaltungen.

Der „Zukunftstag“ fand am Donnerstag auch im Kreis Peine statt. Die Schülerinnen und Schüler schwärmten aus in die Betriebe, Firmen oder Verwaltungen. Sie bekamen einen Einblick ins das Berufsleben und die unterschiedlichen Berufe – im Idealfall so, dass sie sich später bewerben. Ein paar Berichte von Besuchen im Kreis Peine.

Das Unternehmen Nordzucker mit Sitz in Clauen bot nach eigenen Angaben rund 115 Schülerinnen und Schülern beim bundesweiten Zukunftstag „spannende Einblicke in die Arbeitswelt. An allen sechs deutschen Standorten hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein buntes Programm mit lehrreichen Experimenten und Vorstellungen unterschiedlicher Unternehmensbereiche zusammengestellt, bei dem der Spaß nicht zu kurz kam“.

Im Nordzucker-Werk in Clauen begrüßten Werkleiter Andreas Affeldt und Ausbilder Oliver Lange 20 Schülerinnen und Schüler. Sie erklärten, wie die Zuckerproduktion funktioniert und welche Ausbildungsmöglichkeiten es bei Nordzucker in Clauen gibt.

Telespiel „Space Invaders“ als Belohnung

Nach einer Werksführung durften sich die Jugendlichen in den Ausbildungswerkstätten der Schlosser und Elektroniker unter Anleitung der Auszubildenden selbst ausprobieren. Gemeinsam wurde angezeichnet, gebohrt und gelötet und nach einem Mittagessen konnten alle Gäste stolz ein selbstgebautes Telespiel namens „Space Invaders“ mit nach Hause nehmen.

Gruppenbild mit Bürgermeister. Besuch bei der Verwaltung der Stadt Peine am diesjährigen Zukunftstag.
Gruppenbild mit Bürgermeister. Besuch bei der Verwaltung der Stadt Peine am diesjährigen Zukunftstag. © Stadt Peine

Die Verwaltung der Stadt Peine versuchte, aus ihrer Sicht erfolgreich, dem Image vom drögen Bürojob entgegen zu treten. In der Pressemitteilung der Stadt heißt es: „Dass es viele spannende und abwechslungsreiche Aufgaben in einer kommunalen Selbstverwaltung gibt, haben Donnerstag 17 Mädchen und Jungen im Rahmen des Zukunftstages 2023 bei der Stadt Peine erfahren.“

Bürgermeister Klaus Saemann begrüßte die Jugendlichen um 8.30 Uhr im Rathaus. Im Anschluss gab es Informationen aus dem Personalamt über die Ausbildungsmöglichkeiten und die beruflichen Einsatzmöglichkeiten bei der Stadt Peine.

„Die Schülerinnen und Schüler erlebten nach der Begrüßung einen rund 90-minütigen Aufenthalt in den Fachämtern mit praktischen Aufgaben, eine Rathausrallye und eine Abschlussrunde mit Aushändigung der Teilnahmeurkunden. Eine kleine Feedbackrunde zum Abschluss aller Aktionen ergab übrigens, dass alle sehr viel Spaß hatten und ein sehr abwechslungsreiches Rathaus kennengelernt haben“, so die Stadt Peine.

Besuch in Wendeburg

„Ausbildung oder Studium? Arbeiten an der frischen Luft oder doch lieber der klassische Bürojob? Bin ich handwerklich geschickt und teamfähig?“ Bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen auf dem Wege der späteren Berufsfindung half der Zukunftstag beim Abwasserverband Braunschweig in Wendeburg, teilte das Unternehmen mit.

14 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15 Jahren gewannen Einblicke in das Aufgabengebiet des Verbandes. Die Schülerinnen und Schüler, die Schulen in Braunschweig, Wolfenbüttel, Meinersen und Edemissen besuchen, erkundeten zunächst das Betriebsgelände. Die Gruppe wurde von zwei Mitarbeitern fachkundig gelotst, einer von ihnen war vor ein paar Jahren selbst als Schüler Teilnehmer am Zukunftstag des Verbandes. Jetzt konnte er als angehender Mechatroniker für Land- und Baumaschinen im zweiten Ausbildungsjahr von seinen Eindrücken und Erfahrungen im Berufsleben berichten.

Am Zukunftstag machten Schülerinnen und Schüler auch einen Rundgang beim Abwasserverband Braunschweig mit Sitz in Wendeburg.
Am Zukunftstag machten Schülerinnen und Schüler auch einen Rundgang beim Abwasserverband Braunschweig mit Sitz in Wendeburg. © Abwasserverband

Fragen zum Berufsschulunterricht, Prüfungsinhalten typischen Aufgaben in der Werkstatt beantworteten die Mitarbeiter ausführlich und praxisnah. Danach stand ein geführter Rundgang über das Klärwerksgelände in Steinhof auf dem Programm. „Hier wurde allen deutlich, wie aufwendig die Reinigung des Abwassers ist. Dass die Toilette kein Mülleimer ist, leuchtete allen Teilnehmenden ein“, so das Unternehmen weiter.

Fundstücke im Abwasser

Umso überraschender sei für sie dann ein Blick in die sogenannte Kuriositätenkiste gewesen. Hier lagern die Fundstücke, die bewusst oder unbewusst über die Kanalisation im Klärwerk landen: Spielzeug, Kleidung, Tablettenverpackungen, Plastikflaschen und vieles mehr. Zurück beim Verband gab es zum Abschluss Pizza für alle.

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Das Fazit der Kinder und Jugendlichen sei durchweg positiv ausgefallen. „Ich freue mich, dass wir jedes Jahr Schülerinnen und Schüler ein Stück weit auf dem Weg in die Berufsfindung begleiten können. Das große Interesse, bei uns den Zukunftstag zu verbringen, zeigt mir, dass Ausbildungen im Handwerk und Berufe in der Landwirtschaft weiterhin gefragt sind“, wird Geschäftsführerin Dr. Franziska Gromadecki zitiert.