Schutzgeld von 52-Jährigem erpresst? SEK-Einsatz in Vechelde

Vechelde.  Die mutmaßlichen Täter sollen bei ihrem Opfer gewohnt haben. Der Fall gibt der Polizei noch Rätsel auf.

Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen (Symbolfoto) haben ein Wohnhaus in Vechelde durchsucht. Die Polizei ermittelt wegen einer mutmaßlichen Schutzgelderpressung.

Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen (Symbolfoto) haben ein Wohnhaus in Vechelde durchsucht. Die Polizei ermittelt wegen einer mutmaßlichen Schutzgelderpressung.

Foto: Julian Stratenschulte / picture alliance/dpa

Ein 52 Jahre alter Mann aus Vechelde ist mutmaßlich das Opfer von Schutzgelderpressern geworden. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei Niedersachsen hat nun bei einer Wohnungsdurchsuchung drei Tatverdächtige festgenommen – dieser Einsatz am Mittwochabend voriger Woche im Bereich der Kollwitzstraße hatte für großes Aufsehen gesorgt. Für eine folgende Untersuchungshaft der drei Männer reichte der Tatverdacht jedoch nicht aus. Die Ermittlungen der Polizei in dem mysteriösen Fall gehen weiter.

In einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Braunschweig und der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel, zu der das Kommissariat Peine gehört, wurden am Freitag erste Details genannt. Demnach spielte sich der Fall in der Zeit vom 3. bis zum 13. Mai ab. An dem Mittwoch, 13. Mai, wurde der Polizei im Verlauf einer Anzeigenerstattung mitgeteilt, dass ein 52-jähriger Mann offensichtlich Opfer einer Schutzgelderpressung geworden sei. Polizeisprecher Matthias Pintak: „Danach soll der 52-Jährige Männer kennen gelernt haben, die offensichtlich Schutzgeld von ihm verlangt haben sollen, damit ihm nichts passieren würde. Der Geschädigte soll bereits mehrere tausend Euro an die Täter bezahlt haben.“

Bei den noch an dem Mittwoch, 13. Mai, durchgeführten Ermittlungen stellte sich den Angaben zufolge heraus, dass die vermeintlichen Täter mit Einverständnis des Opfers vorübergehend in dessen Wohnung wohnten. Außerdem sei bei einem der Täter eine Schusswaffe gesehen worden.

Deshalb wurde sofort noch am selben Tag gehandelt: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ordnete eine Wohnungsdurchsuchung an, und Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommando (SEK) Niedersachsen durchsuchten das Wohnhaus in Vechelde. Drei Tatverdächtige im Alter von 24, 31 und 46 Jahren wurden festgenommen. Im Anschluss an die Vernehmungen mussten alle Beschuldigten aber wieder entlassen werden, weil der für eine Untersuchungshaft erforderliche hinreichende Tatverdacht nicht vorlag, wie es in der Erklärung weiter heißt. Auch die erwähnte Schusswaffe konnte bei der Durchsuchung nicht aufgefunden werden.

Damit ist der Fall noch ungelöst. Weitere Ermittlungen sind derzeit noch anstehend, wie Polizeisprecher Pintak sagte.

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