Plakate in Peine: „Ich lebe gern in der Südstadt“

Peine.  Der „Runde Tisch Südstadt“ hat die Aktion initiiert. Stadtteilbewohner von 6 bis 91 Jahren erklären, warum sie ihr Wohnquartier lieben.

Peiner Südstädter bekennen plakativ ihre Liebe zu ihrem Wohnquartier - das erste Plakat am Haus Charlottenhof präsentieren hier Janine Schouten (Kita Lummerland, Stadt Peine), Tanja Löhr (Quartiersmanagement Soziales Stadtgebiet Peine Süd, Caritas), Bettina Richter (Schulsozialarbeiterin Grundschule in der Südstadt), Nadine Bläsig (Jugendzentrum "Nummer 10", Stadt Peine), Dominik Feer (Jugendmigrationsdienst im Quartier, Caritas)

Peiner Südstädter bekennen plakativ ihre Liebe zu ihrem Wohnquartier - das erste Plakat am Haus Charlottenhof präsentieren hier Janine Schouten (Kita Lummerland, Stadt Peine), Tanja Löhr (Quartiersmanagement Soziales Stadtgebiet Peine Süd, Caritas), Bettina Richter (Schulsozialarbeiterin Grundschule in der Südstadt), Nadine Bläsig (Jugendzentrum "Nummer 10", Stadt Peine), Dominik Feer (Jugendmigrationsdienst im Quartier, Caritas)

Foto: Caritas Peine

„Ich lebe gerne in der Südstadt weil es ein Stadtteil mit Geschichte ist und ich hier alles bekomme, was ich brauche“ sagt Sabine Schymosch, Inhaberin der Krimistube Peine und Anwohnerin der Peiner Südstadt. Sie und 24 weitere Stadtteilbewohner im Alter von 6 bis 91 Jahren haben an der Plakataktion „Ich lebe gern in der Südstadt…“ teilgenommen, Statements und Fotos für die Aktion zur Verfügung gestellt, um für jeden gut sichtbar sagen zu können: „Es ist schön hier zu leben!“

Finanziert wurde das Projekt unter anderem mit Mitteln aus dem Quartiersfonds für das Soziale Stadtgebiet Peine Süd. Initiiert wurde die Plakataktion von einer Arbeitsgruppe des „Runden Tisches Südstadt“ – ein Netzwerk aus verschiedenen Institutionen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, Geschäften und Bewohnern, die in der Peiner Südstadt ansässig sind oder dort maßgeblich wirken. Vorwiegend geht es um das Kennenlernen und den Austausch, Bedarfe für die Südstadt werden ermittelt, um Angebote und Projekte gemeinsam zu organisieren und durchzuführen, erläutert Caritas-Geschäftsführer Gerhard Nolte. Der Runde Tisch Südstadt ist dabei offen für Anliegen und Belange aller Bevölkerungsgruppen und jeden Alters. Er dient als Sprachrohr und Ansprechpartner für alle relevanten Themen der Peiner Südstadt.

Die besondere Problemlage in dem Quartier hängt mit der Entstehung und Entwicklung über viele Jahrzehnte hinweg zusammen. Die Peiner Südstadt ist gewachsen durch ihre Nähe zum Peiner Stahlwerk. Aus dem ehemaligen Arbeiterstadtteil hat sich inzwischen durch die wirtschaftlichen und damit einhergehenden sozialen Veränderungen ein Lebensort mit vielfältigen Facetten entwickelt. Im Jahr 2003 wurde ein Teil der Peiner Südstadt in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen, das für Stadtquartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf vorgesehen ist. Als Quartier wird hier der Teil der Südstadt bezeichnet, der durch das Stahlwerk, die Bahnlinie und die Feldstraße begrenzt wird. Dieses Gebiet Peine Süd beheimatet mehr als 2000 Menschen. Die Bevölkerung des Quartiers zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund aus. Zudem sind viele ansässige Personen und Familien von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die soziale Arbeit im Quartier konnte bereits 2001 etabliert werden, als der Caritasverband die Türen des Südstadtbüros öffnete. Mittlerweile arbeiten vier Hauptamtliche für die Belange der Südstädter, die durch Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige unterstützt werden.

Von diesen Tagen an sind die fertigen Plakate und Banner an vielen Orten in der Peiner Südstadt sowie im weiteren Stadtgebiet zu finden. Einer der ersten Orte, an welchem die verschiedenen Statements bestaunt werden dürfen, wird die Straßenecke Feldstraße/Ilseder Straße sein, an welcher das Haus Charlottenhof Peine seine Werbefläche für die Aktion zur Verfügung gestellt hat.

Wer mehr über die Aktion „Ich lebe gern in der Südstadt“ erfahren ober sich selbst engagieren will, erhält Auskunft bei Tanja Löhr im Südstadtbüro des Caritasverbandes Peine, (05171) 5459311, oder bei Nadine Bläsig, Jugendfreizeiteinrichtung „Nummer 10“( Stadt Peine), (05171) 290611.

Informationen zum „Runden Tisch Südstadt“ gibt es bei Florian Kauschke im Südstadtbüro des Caritasverbandes Peine, (05171) 290334 oder Nicole Laskowski im Familienzentrum Martin Luther, (05171) 586190.

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