Dolmetscher-Projekt „Worte helfen Frauen“ soll weitergehen

Peine.  Nach einem Besuch im Frauenhaus ist Christoph Plett überzeugt: Auch in Zukunft braucht es Dolmetscher für geflüchtete Frauen.

Von links: Ingrid Pahlmann (CDU), Marion Övermöhle-Mühlbach (Vorsitzende Landesfrauenrat), Nicole Reinert (Leiterin Peiner Frauenhaus), Kathrin Kinateder (Peiner Frauenhaus), Christoph Plett (CDU).

Von links: Ingrid Pahlmann (CDU), Marion Övermöhle-Mühlbach (Vorsitzende Landesfrauenrat), Nicole Reinert (Leiterin Peiner Frauenhaus), Kathrin Kinateder (Peiner Frauenhaus), Christoph Plett (CDU).

Foto: Privat

Die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann hat mit ihrem Landtagskollegen Christoph Plett (beide CDU) das Frauenhaus in Peine besucht. Bei der Visite, die bereits vor den Kontaktsperren zustande kam, informierten sich die beiden Politiker unter anderem über das Programm „Worte helfen Frauen“. Das teilt das Wahlkreisbüro Pletts mit.

Acht Frauen und elf Kindern bietet das Frauenhaus höchstens Platz

Bei Vollbelegung, was laut Einrichtungsleiterin Nicole Reinert fast durchgängig der Fall sei, fänden im Frauenhaus bis zu acht Frauen und elf Kinder Zuflucht vor Gewalt oder Bedrohung. Das Frauenhaus werde aus Mitteln des Landes Niedersachsen (2019: 119.500 Euro) und des Landkreises Peine (2019: 164.500 Euro) finanziert.

Eine große Hilfe bei der Beratung der Frauen sei das vom Land Niedersachsen geförderte Projekt „Worte helfen Frauen“, wird in der Meldung weiter berichtet. Hier würden telefonisch kurzfristig Dolmetscher für geflüchtete Frauen und Mädchen zur Verfügung gestellt, um eine umfassende Beratung in über 60 verschiedenen Sprachen zu gewährleisten. „Dieses Projekt ist für die qualifizierte Beratung geflüchteter Frauen zur Unterstützung der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses sinnvoll. Es ist wichtig, dass diese Möglichkeit auch in Zukunft besteht“, so Plett. Bislang ist das Projekt lediglich bis September 2020 befristet.

30 Millionen Euro wird der Bund jährlich in den nächsten drei Jahren für Frauenhäuser aufwenden

Frauenhäuser sind baulich bereits eingeplant: Von 2020 und 2023 will der Bund jährlich 30 Millionen Euro für den Aus-, Um- oder Neubau von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen aufwenden.

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