41 neue Mietwohnungen am Friedrich-Ebert-Platz in Peine

Peine.  Der Stadt-Planungsausschuss spricht über das Konzept der Straßenbeleuchtung. Und es gibt Streit über Wertstoffinseln.

Nur nichts schmutzig machen: Mit blauen Überschuhen besichtigten Mitglieder des Peiner Stadtrates am Mittwochabend des Bauprojekt an der Ilseder Straße 4. Dort sind in vier Komplexen 41 neue Wohnungen entstanden.

Nur nichts schmutzig machen: Mit blauen Überschuhen besichtigten Mitglieder des Peiner Stadtrates am Mittwochabend des Bauprojekt an der Ilseder Straße 4. Dort sind in vier Komplexen 41 neue Wohnungen entstanden.

Foto: Thorsten Pifan

Da waren die selbst die Ratsherren und Ratsfrauen beeindruckt als sie am Mittwochabend den Neubau der Wohnanlage an der Ilseder Straße in Peine besichtigten. Denn das sanierte Gebäude mit der Hausnummer 4 war von innen gar nicht wieder zu erkennen, als die Mitglieder des Ausschusses für Planung und öffentliche Sicherheit durch die nahezu fertigen Räume gingen.

Das Haus stammt aus der Zeit um 1950. Es gibt offenbar verschiedene Bauzeiten zwischen 1947 und 1954. Lediglich von außen ist der das Stadtbild prägende Backsteinbau noch zu erkennen. Innen wirken die Wohnungen modern, sind zum Beispiel mit barrierefreien Badezimmern ausgestattet.

Die Besucher aus Politik und Verwaltung warfen auch einen Blick in die Tiefgarage mit 37 Stellplätzen. Dabei ist auch an die Zukunft gedacht worden: So können später alle Parkplätze mit Strom versorgt werden, falls der Umstieg auf die Elektro-Mobilität kommt. Im Altbau sind fünf Wohnungen eingerichtet, die auch schon allesamt vergeben sind.

In der Sitzung des Ausschusses im Rathaus kochten dann anschließend erneut die Emotionen hoch. Nachdem Ratsherr Karl-Heinrich Belte (Peiner Bürgergemeinschaft PB) kritisiert hatte, dass es in Essinghausen zu wenig Wertstoffinseln gäbe, weil die Essinghäuser beispielsweise Altpapier auch in der Oststadt entsorgten, fragte Elke Kentner (Grüne), ob Belte denn im Abfall wühle. Das wollte der Angesprochene sich nicht gefallen und forderte vom Ausschussvorsitzenden Holger Hahn (SPD), Kentner wegen einer Unterstellung zu rügen, was der aber nicht machte. Belte will nun das Protokoll der Sitzung abwarten und notfalls eine schriftliche Beschwerde einreichen. In den städtischen Gremien gibt es immer wieder Kontroversen über den Umgang miteinander.

Ferner hat Leuchttechnik-Experte Henrik Nolte das Konzept für Umstellung der Straßenbeleuchtung erläutert. Bis 2031 sollen alle Lampen in Peine ausgetauscht sein. Das Projekt startete bereits 2012. Seit zwei Jahren drückt die Stadt allerdings aufs Tempo, um noch Fördergeld einzustreichen. 25 Prozent der Kosten beim Austausch der Leuchtköpfe werden bezuschusst.

Belte kritisierte, dass bei diesem Verfahren markante Punkte wie der Schützenplatz hinten runterfielen: „Wir haben Nebenstraßen in den Ortschaften, die nachts hervorragend ausgeleuchtet sind, aber Parkplätze, die für die Einkaufsstadt Peine wichtig sind, sind sehr dunkel.“ So käme die Kernstadt insgesamt schlecht weg. Auch die Gunzelinstraße sei sehr dunkel, ergänzte Belte und erinnerte an den tödlichen Unfall im vergangenen Jahr.

Tiefbau-Amtsleiter Rolf Ilsmann erklärte, dass die Stadt zurzeit Straßenzüge vorziehe, die leicht umzurüsten seien. So sollten rund 600 Leuchten pro Jahr umgestellt werden. Das spare letztlich auch Strom und damit zusätzliche Kosten. Nolte erläuterte, dass sich bei der Umstellung einzelner Leuchten die Kosten schon nach fünf Jahren amortisiert hätten. Ab 2025 sollen dann Leuchten umgestellt werden, bei denen der Aufwand größer ist.

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