Peine. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer Lesung einiger Menschenrechte – die Spenden der Veranstaltung gehen an das Projekt Heckenrose.

Vor 20 Jahren, am 21. Oktober 1999, gründeten engagierte Frauen in Peine den Club Soroptimist, die örtliche Gruppe der weltweit größten Vereinigung berufstätiger Frauen. Weltweit gibt es mehr als 75.000 Sorores Optimae, zu deutsch, beste Schwestern, in 122 Ländern. Sie alle setzen sich für Frauen und Kinder ein.

Den runden Geburtstag feierte der Serviceclub mit einem Festakt zum Thema Menschenrechte in der katholischen Pfarrkirche Zu den heiligen Engeln. „Der Soroptimist-Day wird am 10. Dezember gefeiert. Das ist auch der Tag der Menschenrechte. Besonders in den vergangenen Jahren war unsere Freiheit viele Bedrohungen ausgesetzt. Rassismus, Nationalismus, religiöse Konflikte und Gewaltbereitschaft sind nur einige davon. Noch vor ein paar Wochen wäre es nicht vorstellbar gewesen, dass mitten in Deutschland ein bewaffneter Attentäter eine Synagoge angreift. Wir sind alle gefordert, achtsam und wachsam zu sein“, mahnte Präsidentin Dr. Heinke Muuß.

Gemeinsam mit weiteren Clubschwestern verlas sie anschließend Menschenrechte und äußerte ihre Gedanken dazu. Auch einige bekannte Persönlichkeiten hatten es sich nicht nehmen lassen, sich am Festakt mit der Verlesung und Interpretation eines Menschenrechtes zu beteiligen, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Handke, die beiden Landtagsabgeordneten Matthias Möhle und Christoph Plett, Superintendent Dr. Volker Menke, die Künstlerin Anja Pauseback, der Sprecher von Amnesty-International-Peine Giselher Stoll und die ehemalige stellvertretende Landrätin und Mitbegründerin des Frauenhauses, Eva Schlaugat.

Besonderen Eindruck machten Dr. Haidar Alsaediy, der als Asylbewerber aus dem Irak nach Deutschland kam und das Recht auf Asyl zitierte, und die 16-jährige Gymnasiastin Chiara Brinkmann, die den Bezug zum Recht zur friedlichen Versammlung mit der „Fridays for Future“-Bewegung herstellte.

Für den gelungenen musikalischen Rahmen sorgte der Chor „Gentle Voices“, der eigens passende Lieder zum Thema eingeübt hatte. Alle gemeinsam sangen am Schluss die „Ode an die Freude“. Beim anschließenden Empfang gab es noch reichlich Gelegenheit, mit den Clubschwestern aus Peine und anderen Orten ins Gespräch zu kommen. Zu Gast waren auch die Damen des Partnerclubs im ukrainischen Lwiw.