1000 Besucher kommen zum Namibia-Fest nach Röhrse

Röhrse.   Der Verein „Hilfe für Namibia“ lädt nach Röhrse ein. Der nächste Hilfstransport startet Ende August.

Sebastian Inga und die Trommelgruppe Esengo spielten beim Namibia-Fest auf dem Hof Behrens in Röhrse afrikanische Klänge.

Sebastian Inga und die Trommelgruppe Esengo spielten beim Namibia-Fest auf dem Hof Behrens in Röhrse afrikanische Klänge.

Foto: Jörg Kleinert

Afrikanische Temperaturen, afrikanische Trommelmusik, afrikanisches Kunsthandwerk, eine afrikanische Diplomatin und ein kühles afrikanisches Bier: Der Rahmen passte beim Namibia-Fest am Samstag auf dem Hof Behrens in Röhrse. Einen Abend lang drehte sich fast alles um die Kultur und die Kulinarik des zweitgrößten Kontinents der Erde. Eingeladen hatte wie schon in den vergangenen 23 Jahren der Verein „Hilfe für Namibia“ Niedersachsen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, soziale Einrichtungen und bedürftige Menschen in Namibia mit gebrauchten Sachen aus Deutschland zu unterstützen. Hof-Chef Hans-Werner Behrens, Vorsitzender des rund 200 Mitglieder großen Vereins, freute sich über die Resonanz: „Der Hof ist voll, klasse.“ Rund 1000 Besucher tummelten sich im Laufe des Abends auf dem Hof, unter ihnen auch Tanja Tait, stellvertretende Botschafterin Namibias, die aus Berlin angereist war.

Behrens blickte kurz zurück auf die Anfänge des Namibia-Festes. Anfangs war das Fest als Dankeschön gedacht für alle Aktiven und als Informationsveranstaltung über die Arbeit des Vereins. Mittlerweile ist es für viele Besucher ein fester Termin im Jahr, bei dem sich Freunde, Förderer und Interessierte des Vereins aus ganz Deutschland treffen.

Seit 1996 verschickte der Verein laut Namibia- und Südafrika-Kenner Behrens bisher 45 Container mit einem Warenwert von mehr als 2,5 Millionen Euro ins westafrikanische Namibia. Der 45. Hilfscontainer enthielt zu Jahresbeginn unter anderem 70 gebrauchte und frisch aufgearbeitete Computer für eine namibische Schule, außerdem Teller, Tassen, Töpfe und Teflon-beschichtete Pfannen. „Computer und Teflon-Pfannen kannten die Schüler bislang nicht“, erzählte Behrens.

Transport-Container Nummer 46 startet Ende August. Er werde unter anderem Schulranzen enthalten, so der Röhrser. „Das passt zeitlich super, denn in Namibia beginnt dann für die Erstklässler die Schule.“ Rund 40 namibische Vereinsmitglieder würden sich vor Ort um die Verteilung der Sachgüter unter anderem an Schulen und Kindergärten kümmern, erzählte Behrens.

Neben Bier, Straußenfleisch und Musikgenuss – es spielten Teos Volksmusikanten aus Solschen, die nur noch in Ausnahmefällen auftreten, sowie die Wendeburger Trommelgruppe Esengo – gab es beim Namibia-Fest Trecker-Oldtimer zu bewundern. Die Oldtimer-Trecker-Fans des „Kolbenring“ aus Röhrse präsentierten ihre betagten Zugmaschinen.

Die Besitzer der alten Gefährte sind ein loser Zusammenschluss von Oldtimer-Liebhabern und offen für alle Fabrikate von MAN über Deutz, Schlüter, IHC, Hanomag und Bulldog bis Fendt. Die Offenheit der Oldtimer-Fans verdeutlicht schon ihr Name, denn auch ein Kolbenring ist nicht geschlossen.

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