Hannover. Nach der Abitur-Panne im Fach Politik-Wirtschaft kündigt Niedersachsens Kultusministerin eine bessere Kommunikation an. So soll das klappen.

Nach den Verzögerungen bei den schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Politik-Wirtschaft hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg eine bessere Kommunikation mit den Schulen angekündigt. „Wir schauen beispielsweise, ob wir ergänzend eine Art Handyservice zur Verfügung stellen können, damit Schulleitungen nicht immerzu auf die Mails gucken müssen, sondern wir sie zusätzlich aktiv informieren“, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Man denke derzeit über einen SMS-Verteiler nach, in dem sich dann mehrere Personen eintragen könnten, die an Schulen beschäftigt seien. „Das ist ein gängiges Kommunikationsmittel. Die regionalen Landesämter sollen künftig zudem mit eingeschaltet werden, um im Notfall unterstützen zu können“, sagte die Ministerin. Im Grundsatz sei auf diese Notsituation souverän reagiert worden, betonte Hamburg. Man wolle aber die technischen Voraussetzung verbessern, um die Aufgaben schneller bereitstellen zu können.

Unterbrochenes Abitur in ganz Niedersachsen: So viele Jugendliche waren betroffen

Nach einem Einbruch in eine Schule in Goslar waren die schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Politik-Wirtschaft vor zwei Wochen landesweit unterbrochen worden. Unbekannte hatten einen Tresor aufgebrochen, danach lagen die Abiprüfungen verteilt auf dem Schulhof. Das Ministerium forderte betroffene Schulen auf, die Aufgaben nicht auszuteilen oder einzusammeln, weil die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben theoretisch hätten einsehen können.

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Neue Aufgaben wurden hochgeladen. Dabei kam es zu einer Wartezeit. Schülerinnen und Schüler konnten entscheiden, ob sie die Prüfung zeitversetzt beginnen oder die Prüfung am 8. Mai schreiben. Einige Prüflinge bekamen von ihrer Schule allerdings keine Wahlmöglichkeit.

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Laut Ministerium waren rund 8100 Schülerinnen und Schüler zu der schriftlichen Prüfung in dem Fach gemeldet. Rund 80 Prozent von ihnen haben demnach noch am selben Tag die Ersatzklausur geschrieben. Etwas mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler hätten sich entschieden, den Nachholtermin zu nutzen. Rund 700 Prüflinge haben demnach von ihren Lehrkräften und Schulleitungen keine Nachschreibeoption angeboten bekommen und daher die Klausur am selben Tag geschrieben. Wenn sie möchten, dürfen auch sie am 8. Mai noch einmal die Klausur schreiben.