Hannover. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Niedersachsen verteidigen sich in einem Brief gegen „Pauschalvorwürfe“ – und weisen auf Maßnahmen hin.

Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Niedersachsen wehren sich gegen die Kritik von Innenminister Boris Pistorius (SPD), der ihnen vorgeworfen hatte, zu wenig gegen die Sprengung von Geldautomaten zu tun. „Öffentlich verbreitete Pauschalvorwürfe und sachlich verkürzte Darstellungen helfen allen Beteiligten an dieser Stelle sicher nicht weiter“, hieß es in einem Brief, der dem „Weser-Kurier“ (Wochenendausgabe) vorlag.

Pistorius hatte zuvor gemahnt, dass die Banken mehr gegen die Überfälle auf die Geldautomaten machen müssten. „Die Betreiber sind in der Pflicht, das Sprengen von Automaten unattraktiv zu machen“, so Pistorius. Sollte es bis zum Frühjahr keine freiwillige Einigung geben, werde man versuchen, über eine Bundesratsinitiative die Vorgaben gesetzlich zu verschärfen.

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Die Vertreter der Banken wiesen in dem Brief, der auch an die niedersächsische Staatskanzlei, das Finanzministerium und Justizministerium ging, darauf hin, dass man schon erheblich in die Sicherheit investiert habe. So gebe es unter anderem bereits Vernebelungsanlagen, nächtliche Schließungen und eingefärbte Geldkassetten. „Allerdings möchten wir festhalten, dass erhöhte Sicherheitsmaßnahmen die Täter möglicherweise wiederum zu noch brutaleren Vorgehensweisen herausfordern“. hieß es.

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