Polizeisammler

Ohne Hörgerät telefoniert – Nachbarin befürchtete Notlage

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Zu einem kuriosen Einsatz in Bremerhaven ist am Mittwochvormittag die Polizei ausgerückt.

Zu einem kuriosen Einsatz in Bremerhaven ist am Mittwochvormittag die Polizei ausgerückt.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Bremerhaven.  Der kuriose Fall ereignete sich in Bremerhaven. Nach einem LKW-Unfall im Kreis Göttingen sind 10.000 Liter Milch ausgelaufen. Der Polizei-Überblick.

Eine besorgte Anruferin hat in Bremerhaven die Polizei alarmiert, nachdem sie aus einer Nachbarwohnung vermeintliche Hilfeschreie und ein Wimmern gehört hatte. Herbeigerufenen Polizisten klingelten und klopften daraufhin am Mittwochvormittag an der Wohnungstür, die nicht geöffnet wurde. Schließlich öffnete die Feuerwehr die Tür.

In der Wohnung trafen die Beamten auf den 89 Jahre alten Bewohner, der versicherte, dass es ihm gut gehe und er nur telefoniert habe. Dabei habe er sein Hörgerät nicht getragen und somit auch das Klingeln und Klopfen nicht gehört. Die Polizei würdigte am Donnerstag ausdrücklich den Hinweis der Anruferin, auch wenn in diesem Fall keine Notlage vorgelegen habe.

Pkw prallt gegen Milchlaster - Onkel und Neffe tot

Beim Frontalzusammenstoß eines Milchlasters mit einem Pkw auf der Bundesstraße 214 sind zwei Autoinsassen ums Leben gekommen - der 52 Jahre alte Fahrer und sein elf Jahre alter Neffe. Sie gehörten zu einer Familie aus Polen. Ihr Wagen wurde zerstört, wie die Polizei mitteilte. Die 33 Jahre alte Mutter des Jungen und ihre sechsjährige Tochter kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus, waren am Abend aber außer Lebensgefahr, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der Unfall passierte am Donnerstagnachmittag in einer langgezogenen Kurve bei Barver im Landkreis Diepholz. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden alle Menschen im Pkw zunächst eingeklemmt. Für den Onkel am Steuer kam jede Hilfe zu spät. Die Frau und die beiden Kinder wurden aus dem Wrack befreit. Der elfjährige Sohn erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen, wie es weiter hieß. Der Lkw schleuderte in ein Feld neben der Straße. Der Fahrer blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Welches Fahrzeug in der Kurve in den Gegenverkehr geriet, sei noch unklar, hieß es am Abend. Die Bundesstraße 214 musste bis in die Abendstunden voll gesperrt werden.

10.000 Liter Milch ausgelaufen – Lastwagen kippt nach Unfall um

Ein Milchtransporter ist nach einem Unfall am Donnerstagmorgen bei Bovenden (Landkreis Göttingen) umgekippt und ausgelaufen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der 61-jährige Lastwagenfahrer aus bisher ungeklärter Ursache in einer scharfen Linkskurve von der Straße abgekommen und in einen Graben gefahren. Der Auflieger sei bei dem Unfall so schwer beschädigt worden, dass 10.000 Liter Milch sowie 100 Liter Kraftstoff ausgelaufen seien, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit.

Der Fahrer sei auf der Bundesstraße 446 nahe der Ortschaft Billingshausen unterwegs gewesen. Nach Angaben der Feuerwehr wurde er bei dem Unfall leicht verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Wegen der komplizierten Bergung des Lastwagens musste die Bundesstraße für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Polizei schätzte den Schaden nach ersten Erkenntnissen auf 50.000 Euro.

Bus mit Schülern und Auto kollidieren in Hameln

Ein mit Schülern besetzter Linienbus und ein Auto sind am Donnerstagmorgen in Hameln kollidiert. Acht der 37 Fahrgäste im Alter zwischen elf und 20 Jahren seien leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Den Angaben nach hatte der 56-jährige Autofahrer aus Hameln auf der in die Stadt führenden Bundesstraße 1 die Spur gewechselt und sei dabei aus bislang ungeklärten Gründen mit dem Bus zusammengestoßen.

Der ebenfalls aus Hameln stammende 56-jährige Busfahrer habe den Unfall nicht mehr verhindern können. Wegen der Unfallaufnahme musste die Straße für gut eine Stunde gesperrt werden. Beide Fahrzeuge waren anschließend noch fahrbereit. Die Beamten schätzten den Schaden auf 8000 Euro.

88-Jährige gefesselt – Polizei sucht unbekannten Räuber

Ein Einbrecher soll eine 88-Jährige in ihrem Haus überfallen, beraubt und gefesselt haben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, klopfte und klingelte der Unbekannte am Mittwochabend an der Tür der Seniorin, die dies ignorierte. Nach bisherigen Erkenntnissen verschaffte der Täter sich dann gewaltsam Zugang zu dem Haus in Neustadt am Rübenberge, indem er die Scheibe der Terrassentür einschlug. Unter Gewaltandrohung habe er die Frau dazu aufgefordert, ihm ihre Wertsachen zu geben und sei geflohen, hieß es. Die leicht verletzte Seniorin konnte sich laut Polizei selbst von ihren Fesseln befreien. Nachbarn wählten den Notruf.

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