Leserforum mit Autorin Ines Geipel – melden Sie sich jetzt an!

| Lesedauer: 3 Minuten
Die Schriftstellerin und Publizistin Ines Geipel während der Preisverleihung des Lessing-Preises für Kritik, welchen sie im Jahr 2020 erhielt.

Die Schriftstellerin und Publizistin Ines Geipel während der Preisverleihung des Lessing-Preises für Kritik, welchen sie im Jahr 2020 erhielt.

Foto: Peter Sierigk / Lessing-Akademie

Braunschweig.  Ex-DDR-Sportlerin und Preisträgerin des Lessing-Preises für Kritik, Ines Geipel, liest im Medienhaus aus ihrem Buch „Umkämpfte Zone“.

Woher kommt die große Wut im Osten? Dieser Frage geht die Schriftstellerin Ines Geipel in ihrem Buch „Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass“ auf den Grund. Geipel, 1960 in Dresden geboren, betrieb sechs Jahre Leistungssport in der DDR. 1984 stellte sie einen Vereins-Weltrekord auf und versuchte noch im selben Jahr, aus der DDR zu fliehen. Eine Entscheidung, die von der Staatssicherheit vereitelt wurde. Fortan unterlag sie Zersetzungsmaßnahmen – bei einer Bauchoperation wurde sie gar misshandelt und musste ihre Sportkarriere daraufhin abbrechen.

Geipel erhielt Lessing-Preis für Kritik

Heute ist die 61-Jährige Schriftstellerin, Publizistin und Hochschullehrerin und wurde 2020 mit dem Lessing-Preis für Kritik ausgezeichnet. Ein Preis, der von der Braunschweigischen Stiftung, der Lessing-Akademie Wolfenbüttel und der Stadt Wolfenbüttel vergeben wird und nach dem Vorbild Lessings, Kritik in einem elementaren, fachübergreifenden, auch gesellschaftlich wirksamen Sinn auszeichnet, eine bedeutende, geistig und institutionell unabhängige, risikofreudige kritische Leistung.

Von diesem schmerzhaften Ausgangspunkt eigener Erfahrung sind das Verschweigen und Verdrängen mit ihren psychosozialen Folgen zum zentralen Untersuchungsfeld von Ines Geipel geworden, heißt es bei der Preisverleihung. In ihren Romanen, Essays und literarischen Sachbüchern habe sie es verstanden, die Erfahrungen des Einzelnen immer auch in ihrer politisch-historischen Dimension und als Resonanzraum für die Gegenwart zu erörtern.

Leserforum findet im Medienhaus in Braunschweig statt

Beim Leserforum im Medienhaus unserer Zeitung am Mittwoch, 13. Oktober, um 19 Uhr wird Geipel nicht nur aus ihrem Werk vorlesen, sondern sich auch den Fragen der Leserinnen und Leser stellen. Außerdem begrüßen wir auf dem Podium Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg und Literaturkritiker, der mit Geipel in den Austausch gehen wird. Moderiert wird die Veranstaltung von Henning Noske, Chefredakteur der Braunschweiger Lokalredaktion.

Anmeldungen sind jetzt möglich

Am 13. Oktober veranstaltet unsere Zeitung gemeinsam mit der Lessing-Akademie und der Braunschweigischen Stiftung ein Leserforum mit Ines Geipel. Bekannt geworden ist die Gewinnerin des Lessing-Preises für Kritik zunächst als Staffelweltrekordlerin und Spitzensportlerin der DDR, später als scharfe Kritikerin jeder Form des Dopings.

Beginn ist um 19 Uhr im Medienhaus unserer Zeitung, Hintern Brüdern 23, in Braunschweig.

Melden Sie sich bis zum 11. Oktober online unter www.bzv-events.de an. Klicken Sie dort auf den Link „Registrierungscode für Veranstaltung“ und geben den Registrierungscode LESERFORUM4 ein. Anmeldungen für mehrere Personen sind nur für Bewohner desselben Haushalts möglich.

Der Eintritt ist frei. Falls es mehr Anmeldungen als Plätze geben sollte, werden diese nach Anmeldezeitpunkt vergeben.

Der Einlass am Abend erfolgt auf Basis der 3G-Regel (getestet, genesen, geimpft). Vor Ort gibt es keine Testmöglichkeit.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

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