Harzer Tourismusverband kritisiert Aus für Osterurlaube

Der von Bund und Ländern beschlossene Oster-Lockdown trifft in der Tourismusbranche auf Unverständnis (Symbolbild).

Der von Bund und Ländern beschlossene Oster-Lockdown trifft in der Tourismusbranche auf Unverständnis (Symbolbild).

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Goslar.  Die Küstenländer waren bei den Beratungen am Montag mit einem Vorstoß gescheitert, den Osterurlaub im eigenen Land zu ermöglichen.

Der von Bund und Ländern beschlossene Oster-Lockdown trifft in der Tourismusbranche auf Unverständnis. „Ich bin auch nicht dafür, ohne Wenn und Aber alles aufzumachen. Aber das ist eine ganz große Enttäuschung“, sagte die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbands, Carola Schmidt, am Dienstag. Das Übernachtungsverbot stehe in keinem Verhältnis zum Einfluss der Branche auf die Infektionszahlen. „Das ist ganz schwer nachzuvollziehen.“

Osterurlaubsvorstoß Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gescheitert

Die Küstenländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren bei den Beratungen am Montag mit einem Vorstoß gescheitert, den Osterurlaub im eigenen Land zu ermöglichen. Die Diskussionen darüber seien „ein Hoffnungsschimmer“ gewesen, sagte Schmidt. „Jetzt wage ich überhaupt keine Prognose mehr.“ Der Harz sei als Wintergebiet vom Lockdown ohnehin schon schwer getroffen. Jetzt breche auch noch das Frühjahrsgeschäft weg. Viele Ferienhausbetreiber fielen zudem bei den Corona-Hilfen durchs Raster, obwohl sie dringend auf die Einnahmen angewiesen seien, sagte Schmidt.

Harzer Tourismusverband: Über Ostern wird es viele Tagesausflügler ins Grüne ziehen

Die Geschäftsführerin rechnet damit, dass es über Ostern dennoch viele Tagesausflügler ins Grüne ziehen wird. „Die Mobilität wird es trotzdem geben. Wenn das Wetter schön ist, setzen sich die Leute ins Auto und fahren los“, sagte sie.

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