Harzer Landkreise fordern Tourismus zu Ostern

Am Stuhl eines Cafes auf dem Marktplatz Wernigerode ist ein Zettel mit der Aufschrift "Außengastonomie mit Abstand öffnen!!!" angebracht. Zahlreiche Gastronomen aus dem Harz beteiligten sich hier an einer Aktion zur Öffnung der Außengastronomie.

Am Stuhl eines Cafes auf dem Marktplatz Wernigerode ist ein Zettel mit der Aufschrift "Außengastonomie mit Abstand öffnen!!!" angebracht. Zahlreiche Gastronomen aus dem Harz beteiligten sich hier an einer Aktion zur Öffnung der Außengastronomie.

Foto: Matthias Bein / dpa

Goslar.  Die Betriebe bräuchten nach fünfmonatigem Stillstand dringend eine Perspektive, teilte der Harzer Tourismusverband am Donnerstag mit.

Nach der Bund-Länder-Verständigung auf eine stufenweise Lockerung der Corona-Beschränkungen haben mehrere Landkreise bessere Aussichten für Tourismus im Harz gefordert. Die Betriebe bräuchten nach fünfmonatigem Stillstand dringend eine Perspektive, teilte der Harzer Tourismusverband am Donnerstag mit. Aus Sicht der Harz-Kreise in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es gute Gründe, nun auch eine kluge Öffnung der Tourismusbereiche ab Ostern zu fordern.

Corona-Lockdown grundsätzlich bi 28. März verlängern

Zwar wird der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach den Bund-Länder-Beschlüssen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert, die Pläne skizzieren aber auch Öffnungsmöglichkeiten für verschiedene Bereiche je nach Infektionslage. Im Harz wird nun kritisiert, dass Regelungen im Übernachtungssektor erst für den 22. März in Aussicht gestellt worden seien. Aussagen zu Freizeiteinrichtungen wie etwa Seilbahnen, Hängebrücken oder Baumwipfelpfaden fehlten komplett.

Widerstand aus dem Harz

Daher rege sich im Harz Widerstand, wo der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei, wie der Verband mitteilte. Die Region sei geprägt von kleinen Städten und großen Naturflächen mit zahlreichen Outdoorangeboten und habe im Lockdown zahlreiche Tagesgäste angezogen. Da mit steigenden Frühlingstemperaturen auch der Besucherstrom wiederkehren werde, gebe es die Forderung nach bestenfalls länderübergreifenden Regelungen. Unterschiede seien nur schwer umzusetzen, weil sich der Harz eben über die drei Bundesländer erstrecke.

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