Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert auch grüne Start-Ups

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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat Hoffnung in grüne Start-Ups.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat Hoffnung in grüne Start-Ups.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Osnabrück.  Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt Umweltschutzinnovationen kleinerer Firmen. Nun stellt sie sich auch als Förderin grüner Start-Ups vor.

Zu ihrem 30-jährigen Bestehen will die Deutsche Bundesstiftung Umwelt verstärkt auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft und von Start-Up-Unternehmen setzen. „Die grünen Start-Ups, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert werden, sind die Hoffnungsträger für eine nachhaltige Ökonomie und Ökologie von morgen“, sagte der Generalsekretär der Stiftung, Alexander Bonde.

Am Montag feiert die nach eigenen Angaben größte Umweltstiftung Europas ihr Jubiläum mit einem Online-Festakt. Die Festrede wird vom Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans, gehalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sendet ein Grußwort.

Der erweiterten Kreislaufwirtschaft, in Fachkreisen als „Circular Economy“ bezeichnet, kommt aus Sicht der Stiftung in Zukunft immer größere Bedeutung zu. Ob Energie, Fläche oder Rohstoffe - in allen Bereichen übersteige die Nutzung der natürlichen Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde bei Weitem. Technische Trends wie die Digitalisierung und Miniaturisierung sorgten dafür, dass das Recycling der Rohstoffe immer schwieriger wird, gleichzeitig sei absehbar, dass der künftige Bedarf von Rohstoffen zum Teil erheblich über dem jetzigen Verbrauch liege, sagte ein Stiftungs-Sprecher.

27 Start-Ups in Förderung aufgenommen

Für die Förderung von grünen Start-Ups gibt die Stiftung derzeit bis zu 125.000 Euro pro Projekt über eine Laufzeit von maximal zwei Jahren, sagte der Sprecher. Bislang seien 27 Start-Ups in die Förderung genommen worden - darunter eine digitale Handelsplattform für Kunststoffabfälle in Hamburg oder eine Berliner Firma, die sich mit dem Design kreislauffähiger Textil- und Modeprodukte beschäftigt.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt nahm am 1. März 1991 ihre Arbeit in Osnabrück auf; gegründet wurde sie bereits 1990, nachdem Herbst 1989 der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) den Erlös aus der Privatisierung der bundeseigenen Salzgitter AG für eine Bundesumweltstiftung zur Verfügung stellte. Seit der Aufnahme ihrer Arbeit 1991 hat die Stiftung mehr als 10 000 Projekte mit knapp 1,9 Milliarden Euro Fördervolumen unterstützt. Das aktuelle Stiftungskapital beträgt 2,32 Milliarden Euro.

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