Grüne fordern Akutplätze bei Gewalt gegen Frauen und Kinder

Hannover.  Niedersachsen müsse Geld für Anmietungen bereitstellen, in die Frauen und Kinder bei häuslicher Gewalt flüchten könnten, fordern die Grünen.

Eine junge Frau steht im Zimmer eines Frauenhauses vor dem Fenster. Niedersachsen muss die Kommunen bei Anmietungen für bedrohte Frauen und Kinder unterstützen, fordert die frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landestag. (Symbolbild)

Eine junge Frau steht im Zimmer eines Frauenhauses vor dem Fenster. Niedersachsen muss die Kommunen bei Anmietungen für bedrohte Frauen und Kinder unterstützen, fordert die frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landestag. (Symbolbild)

Foto: Peter Steffen / dpa

Angesichts des drohenden Anstiegs von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen fordern die Grünen von der Landesregierung ein Aktionsprogramm.

„Das Land muss Geld bereitstellen, um Kommunen bei der Anmietung beispielsweise von Ferienwohnungen und Hotelzimmern zu unterstützen“, sagte Imke Byl, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, der Deutschen Presse-Agentur.

Akutplätze bei häuslicher Gewalt: Kommunen bislang auf sich allein gestellt

Die Erfahrungen anderer Staaten zeigten bereits, das häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder mit den Ausgangsbeschränkungen deutlich ansteige, sagte Byl. Andere Bundesländer wie Sachsen, Berlin oder Baden-Württemberg planten bereits die Anmietung von Ferienwohnungen, Hotels oder Mutter-Kind-Einrichtungen zur Schaffung von Notfall-Plätzen.

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In Niedersachsen seien die Kommunen bisher auf sich allein gestellt. Der Landkreis Osnabrück habe bereits ein weiteres Gebäude für Akutplätze für betroffene Frauen angemietet. Da die Kommunen wegen der Corona-Krise unter starkem finanziellen Druck seien, sei nun auch die Landesregierung gefordert. dpa

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