Sechs Millionen Euro für Forschung zu Kultur und Digitalisierung

Hannover.  Unter anderem die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel wird mit dem Geld des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums gefördert.

Die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel – für die Entwicklung einer App zur automatischen Bilderkennung für frühneuzeitliche Porträtgrafik geht Geld des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums hier her.

Die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel – für die Entwicklung einer App zur automatischen Bilderkennung für frühneuzeitliche Porträtgrafik geht Geld des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums hier her.

Foto: Kai-Uwe Ruf

Mit insgesamt sechs Millionen Euro fördert das niedersächsische Wissenschaftsministerium (MWK) gemeinsame, innovative Forschungsprojekte von Kulturwissenschaften und digitalen Medien. Das Geld stammt aus Mitteln der Volkswagenstiftung, über die das MWK verfügen kann. Es geht an 13 Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land, wie das Ministerium am Montag in Hannover mitteilte.

Geld geht auch nach Wolfenbüttel zur HAB

Unter anderem entwickle die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel gemeinsam mit der Universität Hildesheim eine App zur automatischen Bild-Erkennung für frühneuzeitliche Porträtgrafik. Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover untersuche zusammen mit der Leibniz Universität Hannover, wie mit digitalen Lautsprechersystemen unabhängig von einer Saalarchitektur und ohne die Verwendung von Kopfhörern neue gemeinsame Hörerlebnisse für klassische Musik geschaffen werden können. Die Universität Osnabrück erforsche, wie eine Ausländermeldekartei digitalisiert und unter Wahrung des Datenschutzes die Veränderung einer Stadtgesellschaft dokumentiert werden könne.

Die Gesamtförderhöhe liegt bei 500.000 Euro.

Das Programm "Geistes- und Kulturwissenschaften – digital" fördere Projekte in enger Zusammenarbeit zwischen den geistes- und kulturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen, hieß es. "Die Forschungsvorhaben bergen große Potenziale für die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Methoden und ganzer Forschungsbereiche", sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Die Gesamtförderhöhe pro Projekt liege bei maximal 500.000 Euro.

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