Zoll Braunschweig stößt auf Paket mit NS-Gegenständen

Braunschweig.  Der Zoll hat per Röntgentechnik in dem Paket ein SS-Messer, einen SS-Mitgliedsausweis und dutzende Orden aus dem „Dritten Reich“ entdeckt.

Anstatt der NS-Devotionalien wird dem Empfänger nun vermutlich Post mit kritischen Nachfragen zugestellt.

Anstatt der NS-Devotionalien wird dem Empfänger nun vermutlich Post mit kritischen Nachfragen zugestellt.

Foto: Hauptzollamt Braunschweig

Ein ganzes Paket mit unterschiedlichen NS-Devotionalien hat der Zoll per Röntgentechnik gefunden und sichergestellt, teilt das Hauptzollamt Braunschweig am Mittwoch mit. Darunter waren neben einem SS-Messer und einem SS-Mitgliedsausweis fast ein Dutzend Orden und Abzeichen, sowie mehrere Hinweisschilder aus dem „Dritten Reich“.

„Man liest ja manchmal von Kriegspost, die mit jahrzehntelanger Verspätung noch zugestellt wird. Hier ist das nicht der Fall: Das Paket wurde erst vor kurzer Zeit aus der Republik Polen auf den Weg in den Harz geschickt“, kommentiert Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig den Fall.

Im Harz wird das Paket wohl nie ankommen

Anstatt der NS-Devotionalien wird dem Empfänger nun vermutlich Post mit kritischen Nachfragen zugestellt. Die weiteren Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Göttingen übernommen.

Innereuropäische Post wird vom Zoll stichprobenweise kontrolliert. Vornehmlich ist das Ziel, den Schmuggel mit steuerpflichtigen Waren – etwa Zigaretten – zu unterbinden. Dafür steht der Kontrolleinheit des Zolls in Göttingen eine mobile Röntgenanlage zur Verfügung, mit der auch Pakete wie Koffer durchleuchtet werden können.

Es ist ein Zufallsfund

Bei den NS-Devotionalien handelt es sich demnach um einen Zufallsfund. Die Kontrolle fand bereits am 27. Februar statt. Von einer vorherigen Veröffentlichung wurde aus ermittlungstaktischen Gründen abgesehen. red

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